10.02.2018 19:20 Uhr - Champions League - dpa, red

Ohne sieben Spielerinnen: Bietigheim verliert in Ungarn deutlich

Antje LauenrothAntje Lauenroth
Quelle: Marco Wolf
Die Handballerinnen der SG BBM Bietigheim haben auch ihr drittes Spiel in der Hauptrunde der Champions League verloren und damit kaum noch Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale. Beim ungarischen Topclub FTC-Rail Cargo Hungaria unterlag der deutsche Meister am Samstag mit 22:31 (8:14). Beste Werferin der Mannschaft von Trainer Martin Albertsen war Antje Lauenroth mit acht Treffern.

Ohne die verletzten Angela Malestein, Charris Rozemalen, Fie und Cecilie Woller sowie die Langzeitverletzte Kim Naidzinavicius, die schwangere Maura Visser und die international nicht spielberechtigte Anna Loerper, ging die SG BBM Bietigheim stark dezimiert in die Auswärtspartie gegen den favorisierten FTC-Rail Cargo Hungaria. Demnach hatte der deutsche Meister vor 1300 Zuschauern in der Elek Gyula Aréna in Budapest nichts zu verlieren und startete nach feinem Kempa-Tor durch Karolina Kudlacz-Gloc mutig in die Partie.

Auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte spielte das Team von Martin Albertsen gut mit und ging nach Tempogegenstoß durch Mille Hundahl in der 11. Minute erneut in Führung (5:4). Erst ab der 20. Minute leisteten sich die Gäste zunehmend technische Fehler in Abwehr und Angriff. Diese wurden umgehend bestraft, wodurch der ungarische Vizemeister zur Pause mit sechs Toren Vorsprung führte (8:14).

Die Gastgeberinnen starteten gut in Durchgang zwei und führten bis zur 34. Minute mit 9:17. Die SGBBM-Ladies gaben sich aber nicht auf und konnten durch Mia Biltoft in der 42. Minute auf 16:19 verkürzen. Daraufhin ging das risikoreiche Überzahlspiel der Bietigheimerinnen nicht mehr auf und der FTC stellte bis zur 46. Minute wieder die alte Führung her (16:24). In der Folge wussten starke Ungarinnen auf jeden Treffer der Gäste die passende Antwort. "Dem Deutschen Meister fiel ein erneutes Comeback in der stimmungsgeladenen Halle demnach schwer, weshalb der Heimsieg des ungarischen Vizemeisters letztlich in Ordnung ging", hieß es im Spielbericht des Bundesligisten.

SGBBM-Coach Martin Albertsen resümiert die Leistung seiner Spielerinnen wie folgt: "Wir mussten heute kurz vor der Partie die Ausfälle von Charris Rozemalen und Fie Woller verkraften. Dennoch haben wir mit nur einer Auswechselspielerin das Sieben gegen Sechs lange gut gespielt und sind in der zweiten Hälfte mit viel Glauben zurückgekommen. Nun wollen wir die kurze Spielpause nutzen, um uns optimal auf das Auswärtsspiel in Leverkusen vorzubereiten."