06.02.2018 18:05 Uhr - 2. Bundesliga - PM Mainz 05/Budenheim

FSG Mainz 05/Budenheim nach Sieg auf Platz 2: "Eine schöne Momentaufnahme"

Thomas ZeitzThomas Zeitz
Quelle: FSG
Nach dem Trainergespräch in Halle am Salzweg in Badenstedt musste Dynamites-Coach Thomas Zeitz schon ein wenig schmunzeln: "Letzte Woche musste ich noch zur Frage Rede und Antwort stehen, warum wir gegen den Tabellenletzten nur Unentschieden gespielt haben. Und jetzt muss ich Fragen zum Thema Aufstieg beantworten". Natürlich schaut man sich auf FSG-Seite gerne die aktuelle Tabelle an, auf der sich die Meenzer Dynamites nach dem 31:25 (13:14) Auswärtserfolg plötzlich auf Rang 2 und damit einem Aufstiegsplatz befinden. "Das ist dennoch nur eine Momentaufnahme für uns", bleiben Zeitz und sein Team bescheiden, "aber immerhin eine, die zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind."

Vor dem klaren Auswärtserfolg lag allerdings eine wirklich schwierige Woche. Aufgrund von Krankheiten und Verletzungen war der Trainingsablauf mehr als kompliziert, doch die Spielerinnen krallten sich regelrecht in die Begegnung. Die erste Halbzeit lief noch nicht ganz so rund, und es war vor allem einer Alice Soffel-Gala zu verdanken, dass die Gastgeberinnen nicht davon zogen.

"Unsere Deckung hat in der ersten Halbzeit noch nicht gut funktioniert, weil wir Badenstedts Jana Pollmer, die nicht umsonst die aktuelle Topscorerin der 2. Liga ist, nicht verteidigt bekommen haben", erläutert Thomas Zeitz. Ein Grund, warum das Toreduell Pollmer-Soffel am Ende mit 12:10 an die HSG ging. Und auch die Chancenverwertung war in Halbzeit noch nicht das Gelbe vom Ei. Einige freie Chancen und drei 7-Meter fanden nicht den Weg ins Tor.

"Ich musste in der Pause ein bisschen lauter werden und mehr Konzentration im Angriff und mehr Konsequenz in der Abwehr einfordern", so Zeitz zur Kabinenpredigt. Mit der aufgrund eines technischen Problems der Zeitmessanlage bedingten Verzögerung des Anpfiffs der 2. Hälfte kamen die Dynamites dann offensichtlich besser als die Hausherrinnen zurecht.

Nach 40 Minuten hatten sie erstmals einen Drei-Tore-Vorsprung (20:17) herausgespielt. "Danach lief es wirklich sehr gut. Wir hatten das Spiel im Griff und haben im Angriff schöne Sachen gemacht", freute sich Zeitz, "vor allem in der Phase bis zur 48. Minute haben wir ein sehr starkes Spiel gezeigt.

Janka Bauer führte Regie gegen die Badenstedter Defensive, die auf eine Manndeckung gegen Alicia Soffel setzte, und der Vorsprung der Dynamites baute sich kontinuierlich auf bis zu sieben Treffer auf. Die Defensive stand ebenfalls deutlich besser und auch Kristin Schäfer im Tor zeigte etliche schöne Paraden.

Am Ende schnauften die Dynamites dann kräfteschonend noch etwas durch, und die Badenstedterinnen kamen noch einmal heran. Doch enger als beim 28:24 (56.) wurde es nicht mehr am Sonntag-Nachmittag, und so ging es mit einem klaren Auswärtserfolg auf die Heimreise.