05.02.2018 13:00 Uhr - Champions League - fcb

BBM-Trainer Albertsen: Vardars "Druck aus dem Rückraum war enorm"

Kritik an Vardars KreisläuferspielKritik an Vardars Kreisläuferspiel
Quelle: Marco Wolf
Eine Halbzeit lang konnte die SG BBM Bietigheim den Titelkandidaten Vardar Skopje - am Ende setzte es für die personell geschwächten Enztälerinnen dann doch eine deutliche 26:38-Niederlage gegen den Vorjahresfinalisten. "Am Ende ist das Ergebnis leider etwas zu hoch ausgefallen. Dennoch haben wir vor allem in der ersten Hälfte ein ganz starkes Spiel gegen eine klasse Mannschaft gemacht. Dafür gibt es ein großes Lob an meine Mädels!", so BBM-Trainer Martin Albertsen.

"Die erste Halbzeit war nicht so gut für uns. Wir haben viele Fehler gemacht. Wir haben keine Lösung gegen sieben Gegenspieler gefunden", räumte Skopjes Trainer Irina Dibirova ein und ergänzte: "Wir haben auch einige Verletzte, das hat es uns zudem schwer gemacht. In der zweiten Halbzeit konnten wir dennoch das Tempo hochhalten und haben ein gutes Spiel gemacht."

"Wir wussten, dass wir auf eines der besten Teams der Welt treffen, im Angriff vielleicht das beste. Mein Traum war es zu gewinnen. Aber wir konnten die Niederlage erwarten, weil sie gut sind", so BBM-Trainer Martin Albertsen und der Däne betont: "Ich bin sehr glücklich über die 14 Tore in der ersten Halbzeit. Mit unserer Abwehr bin ich nicht glücklich. Sie haben gute Flügelspieler, aber sie setzen sie kaum ein. Wir haben nicht kompakt genug im Deckungszentrum gestanden."

Bietigheims Meistertrainer musste sehen, wie der Gegner drei Treffer in Serie erzielte und nahm schon nach gerade einmal drei Minuten seine letzte Auszeit. "Wir hatten dann zu Beginn der zweiten Halbzeit den Fokus nicht, daher musste ich schnell die dritte Auszeit nehmen. Ihr Druck aus dem Rückraum war enorm. So ein Gegner ist uns in den letzten zwei Jahren noch nicht begegnet. Unsere Deckung hat es nicht geschafft, dagegen anzugehen", so Albertsen und fügt an: "Zudem hast du keine Chance, wenn die Unparteiischen das Kreisläuferspiel so zulassen."

"Als sie in der zweiten Halbzeit ihr Spiel aufgezogen haben, hatten wir keine Chance. Wir haben unser Bestes getan. Mehr war heute nicht möglich", bilanzierte auch Bietigheims Charris Rozemalen, während Vardar-Regisseurin Andrea Lekic betonte: "Wir haben im Sechs-gegen-Sieben einige Fehler gemacht. Wir müssen das besser trainieren. In der ersten Halbzeit hatten wir zudem Probleme mit den gegnerischen Torhüterinnen. In der zweiten Halbzeit haben wir einige Lücken in der gegnerischen Abwehr gefunden."

Und Martin Albertsen ergänzte abschließend: "Jetzt freue ich mich auf das Derby am Mittwoch. Heute wollten wir einfach Spaß haben. Das ist uns in der ersten Halbzeit gelungen. Unser Fokus liegt auf der Liga und auf der Titelverteidigung."