01.02.2018 11:48 Uhr - 1. Bundesliga - PM HSG, red

Ein Abgang, eine Vertragsverlängerung: Personalentscheidungen im Tor der Flames

Jessica KocklerJessica Kockler
Quelle: Jürgen Pfliegensdörfer
Torhüterin Pauline Radke wird der HSG Bensheim/Auerbach ab der nächsten Saison nicht mehr zur Verfügung stehen: die gebürtige Rostockerin legt eine Handballpause ein und will sich künftig mehr auf ihre Berufskarriere bei Flames-Goldsponsor Dentsply Sirona konzentrieren. Sommer-Neuzugang Jessica Kockler verlängerte derweil ihren Vertrag bei den Bergsträßerinnen.

Pauline Radke ist die dienstälteste Spielerin im Kader, die Torhüterin spielt seit 2012 bei den Flames. "Die Flames sind ein großer Teil meines Lebens, deswegen fiel mir die Entscheidung aufzuhören sehr schwer. Ich sehe aber nun für mich den Zeitpunkt gekommen, auch andere Dinge im Leben in den Fokus zu stellen. Ich wünsche mir für den Rest der Saison, dass wir als Team den Klassenerhalt schaffen und so dem Verein helfen, unsere gemeinsamen Ziele zu erreichen. Dafür werde ich zusammen mit der Mannschaft alles geben", beschreibt Pauline Radke ihre Gefühle und Beweggründe.

Geschäftsführer Michael Geil bedauert: "Mit Pauline verlässt uns eine absolut professionelle Sportlerin, die immer alles abruft und mit ihren Leistungen jederzeit ein Vorbild ist. Verständlicherweise geht sie nun einen anderen Weg, den wir jedoch genauso fördern. Sicher schauen wir nach der Saison mit einem weinenden Auge zurück und werden gemeinsam auf ein langes Wirken bei den Flames blicken können. Es erfüllt uns mit Stolz, eine Spielerin dieses Formats bei uns zu haben - dies zeigt auch, welchen Stellenwert unser Verein und das Umfeld hat und welche Möglichkeiten wir auch abseits des Sports bieten können. Und Pauline bleibt mir ja als Mitarbeiterin bei Dentsply Sirona erhalten. Das ist ein wichtiger Baustein im Flames Konzept - unseren Spielerinnen ein Standbein nach der Handballkarriere zu geben."

Auch Heike Ahlgrimm bedauert den schmerzlichen Abgang nach der Saison: "Aus rein sportlicher Sicht ist es sehr schmerzhaft, Pauline zu verlieren. Sie bildet zusammen mit Jessica Kockler ein perfektes Duo, auf das ich mich jederzeit verlassen kann. Pauline hat große Verdienste für den Verein und ist immer ein Vorbild für ihre Mitspielerinnen. Ihre Entscheidung aufzuhören kann ich nachvollziehen, wir sind sicher, dass uns Pauline in vielleicht anderer Funktion erhalten bleibt! Ich wünsche ihr auf ihrem weiteren Weg alles erdenklich Gute."

Jessica Kockler hat sich bei den Flames innerhalb kurzer Zeit zu einer Schlüsselfigur auf ihrer Position entwickelt. "Jessica ist ein echter Aktivposten und hat ihre Leistungen im Laufe der Runde kontinuierlich gesteigert. Zusammen mit unserem Torwarttrainer Udo Bohneberg arbeiten wir gezielt an ihrer Weiterentwicklung und sind uns sicher, dass Jessica noch besser werden kann. Wir freuen uns sehr, dass wir    auch in der nächsten Saison auf sie bauen können", ist Trainerin Ahlgrimm von der Vertragsverlängerung angetan.

"Unsere Wunschspielerin vor der Saison auf der Torhüterinnen-Position war Jessica - mit dieser Entscheidung lagen wir in allen Punkten richtig", freut sich Geil. "Sie hat sich bei uns voll integriert, passt sehr gut in unsere Mannschaft und ist auch abseits des Sports mit einem herausfordernden Arbeitsplatz und unserem Umfeld rundum zufrieden. Deshalb sind wir sehr erfreut, dass sie ihr Leistungsvermögen bei uns zeigt und ihren Vertrag bei den Flames verlängert hat!"

"Eigentlich musste ich nicht lange überlegen, denn mein Ziel war es, erste Liga mit den Flames zu spielen und mich zudem beruflich wie privat wohlzufühlen. Diese Punkte treffen alle zu - es war die richtige Entscheidung zu den Flames zu wechseln, denn die HSG ist ein vorbildlich geführter Verein und verlässlicher Partner", blickt Jessica Kockler auf ihre erste Zeit an der Bergstraße.

Sie führt aus: "Wir arbeiten für unser Ziel, den Klassenerhalt, weiter sehr hart und ich bin sicher, dass wir dieses gemeinsam erreichen. Es macht außerdem immensen Spaß, für unsere vielen Fans zu spielen und zusammenzuhalten - vor solch einer großartigen Kulisse spielen nicht alle Handballerinnen!"