29.01.2018 12:49 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Badenstedt lässt sich bei den Füchsen rupfen

Vanessa MaggVanessa Magg
Quelle: Füchse Berlin
Die HSG Hannover-Badenstedt ließ gegen die Füchse Berlin bei ihrer 24:30 (12:18)-Niederlage gewaltig Federn. Der positive Eindruck nach den letzten Erfolgen gegen Waiblingen und Gröbenzell verblasst stark, denn die "Jungen Wilden" verkauften sich ab der 20. Minute unter Wert.

Badenstedts Mieke Düvel hatte den ersten und einzigen Führungstreffer des Spiels für die HSG nach 29 Sekunden gesetzt. Die Füchse legten durch Anna Blödorn mit einem Doppelerfolg aber zügig vor, die zuletzt so sichere Jana Pollmer scheiterte dagegen bereits nach 90 Sekunden beim Strafwurf. Den ersten Absetzversuch der Berlinerinnen nach dem 5:7 durch Sophie Mrozinsky (11.) konnten Mieke Düvel und Lena Seehausen egalisieren.

Mehr Sicherheit kam aber nicht in Badenstedts Spiel. Auch der zweite Strafwurf der HSG wurde vom Protokoll nur als Versuch erwähnt, Trainer Roland Friebe hatte nach dem 11:10 durch Anna Blödorn (20.) genug von überflüssigen Gegentreffern und einer schwachen Defensive und bat zur Auszeit. Zu seinen Spielerinnen drang er aber nicht durch. Es folgte eine beeindruckende Phase der Gastgeberinnen, wobei besonders die torhungrigen Anna Blödorn und Vanessa Magg auf den beiden Halbpositionen einen Großteil dazu beisteuerten, dass man bis zur Halbzeit einen 8:2 Zwischenspurt hinlegte. Mit 18:12 ging es in die Kabine.

Die Füchse wussten ihren Vorsprung direkt nach Wiederanpfiff bis zum 23:14 (37.) auf neun Zähler auszubauen und hatten damit die Gans praktisch schon gerupft im Fuchsbau liegen. Auch wenn es der HSG in der Schlussphase wenigstens gelang das Ergebnis in Grenzen zu halten, der hinterlassene Eindruck verdient die Beschreibung "desolat".

"Berlins Rückraum -vor allem Anna Blödorn und Vanessa Magg - durfte machen was er wollte. In unseren Angriffen habe ich keine Bewegung gesehen, entsprechend haben wir auch keinen Druck ausüben können", bestätigte Trainer Roland Friebe das harte Urteil der wenigen mitgereisten Fans. "Wieder das typische Auswärtsspiel von uns, zu Hause vor eigenem Publikum bringen wir mehr Willen auf", war für Friebe der Auswärtsfluch wieder ein treuer Begleiter.

"Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel des Teams. Sowohl spielerisch aber auch kämpferisch haben wir gezeigt, dass wir es können. Mit dieser Antwort hat sich das Team für die schlechte Leistung in der letzten Woche rehabilitiert", so Berlins Managerin Britta Lorenz. Auf die Spreefüxxe wartet ein spannender Februar. Nächste Woche gastiert man in Herrenberg, bevor es dann drei Kracher im heimischen Fuxxbau gegen Bremen, Halle und Zwickau geben wird.