26.01.2018 17:29 Uhr - Champions League - PM Vereine, red

Thüringer HC hofft zum CL-Neustart auf zwei Comebacks

Macarena AguilarMacarena Aguilar
Quelle: THC
Am Samstag startet der Thüringer HC in die Champions League Hauptrunde und empfängt in der Nordhäuser Wiedigsburghalle den Deutschen Meister, die SG BBM Bietigheim. Um 14 Uhr pfeifen die schwedischen Unparteischen Mirza Kurtagic und Matthias Wetterwik die Partie an.

Als Ziel formuliert Herbert Müller selbstbewusst das Erreichen des Viertelfinals. Dazu muss der THC im Auftaktspiel gegen den anderen deutschen Vertreter in der Hauptrunde besiegen und dann noch mindestens 4-6 weitere Punkte sammeln. Ein ehrgeiziges Ziel, aber so kennt man Herbert Müller. Noch gibt es nach dem Vorverkauf genug freie Plätze in der Wiedigsburghalle und der THC-Trainer appelliert an alle Fans auf, zahlreich in die Halle zu kommen, um mit der "Roten Wand" im Rücken den Favoriten das Fürchten zu lernen. "Wir brauchen, was die Zuschauer angeht, keinen Minusrekord, also auf nach Nordhausen", ruft Herbert Müller den Fans zu. Noch steht es bei den Duellen THC gegen Bietigheim erst 1:1, und weitere drei Vergleiche stehen in dieser Saison noch aus. Jetzt will der THC erst einmal 2:1 in Front gehen.

"Wir freuen uns so sehr auf die Champions League Hauptrunde, auf diese internationale Herausforderung mit Spielen gegen Metz HB und damit auch auf das Wiedersehen mit Manon Houette und Ana Gros und auf einen alten Bekannten mit Buducnost Podgorica. Zunächst wollen wir aber erst einmal in der Champions-League Hauptrunde ankommen, und da ist ein Sieg gegen den Deutschen Meister zum Auftakt Pflicht", so der Herausforderer Herbert Müller. Metz ist dann wohl in unserer Gruppe der zweite Favorit nach Vardar Skopje. Die SG BBM Bietigheim konnte durch den Heimsieg gegen Buducnost zwei Zähler in die Hauptrunde mitnehmen und liegt aktuell auf Platz 5 der Tabelle. Die ersten vier Teams der beiden Gruppen ziehen schließlich ins Viertelfnale ein.

"Der Sieg gegen Dortmund war wichtig, auch wenn er mehr erkämpft als erspielt wurde. Wir müssen wieder mit Freude Handball spielen. Die Abwehr hat eigentlich gut gestanden, auch da, wo wir neue Varianten gespielt haben. Aber wir müssen das eigentlich besser lösen, vor allem im Angriff haben wir viel zu viel Chancen ausgelassen. Sonst hätten wir den Sack früher zubinden können. Im Training haben wir diese Woche deshalb sowohl an unseren Stärken gefeilt als auch daran, die Schwächen auszumerzen."

Herbert Müller analysiert: "Am Samstag hat die Mannschaft gegen Bietigheim etwas gutzumachen. Wir haben im Pokalspiel nicht gut gespielt. Vielleicht ist aber auch der Druck auf die Mannschaft im Kampf um die Meisterschaft und im Pokal ein anderer. Jeder Gegner steigert sich gerade im Spiel gegen den Serienmeister, und da gibt es in jedem Spiel die Pflicht, gewinnen zu müssen. In der Champions League ist das etwas anders, da überwiegt die Freude am Handball - da wollen wir gewinnen, müssen aber nicht. Die Herausforderung in dieser Liga gegen die "Großen" in Europa zu spielen, ist eine ganz andere. Wir wollen wieder diese Freude beim Spiel zeigen, locker und unbeschwert. Am Wochenende brauchen wir dennoch diese zwei Punkte, um in der Hauptrunde anzukommen. Dieses Ziel steht genauso, wie die klare Zielstellung in der Bundesliga, die beiden noch ausstehenden Spiele der Hinrunde siegreich zu gestalten. Die anderen Mitbewerber spielen da noch gegeneinander, mal sehen, was da rauskommt?"

Auf die Frage, wie man Bietigheim denn besiegen will, antwortet der Trainer: "Wir haben es im Pokalmatch definitiv versäumt, den Außen die Spielräume zu nehmen, so konnten Angela Malestein mit 10/5 und Fie Woller mit 7 allein 12 Tore von den Außenpositionen werfen, und während wir Karolina Kudlacz gut im Griff hatten, haben auch die Halben Cecilie Woller und Charris Rozemalen zahlreichen Tore aus dem Rückraum gemacht. Wir müssen den Rückraum also besser beschatten und konsequenter gegen die Außen stehen. Wir müssen an uns glauben und die eigenen Fehler vermeiden."

"Auch wenn wir nach wie vor personelle Sorgen haben, konnten wir in den letzten Wochen unter Beweis stellen, dass ein funktionierendes Team erfolgreich sein kann. Wir wollen erfolgreich in die Hauptrunde starten, auch wenn der THC in eigener Halle sicher der Favorit ist. Die Tagesform wird sicherlich mit entscheidend sein, aber wir werden alles geben um die Punkte mit nach Bietigheim zu nehmen", geht BBM-Trainer Martin Albertsen positiv in die Partie.

Zur Kadersituation gibt es bei den Thüringerinnen nichts Neues. Wir hatten diese Wochen ein kleines Grippeproblem in der Mannschaft, hoffen aber, dass auch Macarena Aguilar Diaz und Saskia Lang, die noch nicht mit trainieren konnten, bis zum Samstag wieder gesund sind. Die drei Langzeitverletzten Anne Hubinger, Nina Schilk und Alexandra Mazzucco fehlen weiterhin. An der Mannschaft für die kommende Saison wird weiter mit Elan gefeilt. Noch gibt es aber nichts Neues zu vermelden.