22.01.2018 11:31 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Auswärtsfluch für Badenstedt zu Ende

Beatrice MazzuccoBeatrice Mazzucco
Quelle: Birgit Franke
Der HCD Gröbenzell kann die Punkte beim 26:29 (13:14) gegen Hannover-Badenstedt erneut nicht für sich verbuchen. Die zahlreichen Möglichkeiten zeigen aber, dass das Team den Ausfall von Vera Balk kompensieren kann - das muss es aber auch tun.

Tief hingen die Wolken in Gröbenzell nach dem Saisonaus von Vera Balk. Doch schon nach wenigen Tagen war im Umfeld des Vereins klar, dass keine Optionen geprüft werden, das Aufstiegsteam zu verstärken, sondern die bisherige Mannschaft auch weiterhin kämpfen und wettbewerbsfähig in der 2. Bundesliga mitspielen will.

Einzig und allein der Beginn im Spiel gegen Hannover ließ alles vermissen, woran man eine Trotzreaktion hätte festmachen können. Der HCD in der Offensive schwerfällig, Hannover dagegen konnte mit einfachen Toren in nicht einmal acht Minuten bis auf 4:8 davonziehen. HCD-Coach Hendrik Pleines feuerte die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch und dementsprechend war auch seine Ansage in der Auszeit. Hannover konnte den Vorsprung zwar noch bis auf sechs Tore ausbauen, doch die Umstellung der Abwehr nach dem Timeout, mehr Cleverness im Offensivspiel sowie eine große Kampfmoral ließen Gröbenzell wieder bis zur 24. Minute auf 11:11 herankommen, bis zur Halbzeit (13:14) war das Spiel in Folge ausgeglichen.

Den Anpfiff zu Durchgang zwei schien der HCD jedoch völlig verschlafen zu haben. Bis zu Minute 35 stellte Hannover wieder eine solide Führung von vier Toren her, die sie fortan sicher verwalteten. Erst das erneute Timeout von Hendrik Pleines rüttelte die Mannschaft wieder wach und so konnte der Anschluss immerhin wieder bis auf zwei Tore verkürzt werden. Der richtige Durchbruch gelang dem HCD jedoch nicht mehr, in Summe war es in der Offensive nicht entschieden genug, zu viele Abspielfehler oder unsaubere Torabschlüsse, die Hannover am Ende verdient als Sieger das Feld verlassen ließen.

"Man konnte deutlich spüren, dass unser Gegner wollte", zollte Roland Friebe dem Kampfgeist des HCD Respekt, konnte aber zufrieden registrieren das Badenstedt auch immer wieder gegenhalten konnte.

"Sehr ärgerlich ist diese Niederlage, denn gegen Hannover wäre mit Sicherheit mehr drin gewesen. Die Mannschaft um Spielführerin Sina Fischer ist sich dieser Sache bewusst und wird alles daransetzen, in den entscheidenden Situationen mehr Abschlussqualität zu beweisen. Trotzdem war auch erkennbar, dass der Ausfall von Vera Balk in Summe vom gesamten Team sehr gut kompensiert wurde. Vor allem Svenja Jänicke (6) und Bea Mazzucco (7) bewiesen dabei gerade in der Offensive Qualität", hieß es in der Gröbenzeller Pressemitteilung.

"In der ersten Halbzeit waren wir nach der überraschend deutlichen Führung zu leichtfertig. Insgesamt aber eine gute Mannschaftsleistung. Wir haben es geschafft uns von allen Positionen gefährlich zu machen, insofern ein verdientes Ende des Auswärtsfluchs", resümmierte Roland Friebe, bevor er sich mit seinem Team im dichten Schneegestöber auf die 640 Kilometer lange Heimreise machte.

Zum Rückrundenstart muss der HCD am nächsten Samstag bei der FSG Mainz 05 antreten, ehe am Samstag in der Woche darauf die TG Nürtingen in der Wildmooshalle zu Gast sein wird.