22.01.2018 10:49 Uhr - 1. Bundesliga - PM Bensheim, dpa, red

Buxtehuder SV siegt auch gegen Aufsteiger Bensheim

Carolin SchmeleCarolin Schmele
Quelle: Andrea Müller - HSG Bensheim/Auerbach Flames
Den Frauen vom Buxtehuder SV ist ihr zweiter Erfolg in der Handball-Bundesliga im neuen Jahr gelungen. Mit 32:27 (17:13) siegte die Mannschaft von Trainer Dirk Leun am Samstagabend beim Aufsteiger HSG Bensheim/Auerbach und festigte damit den vierten Tabellenplatz. "Wir sind nie ernsthaft in Gefahr geraten und haben die Partie weitgehend kontrolliert. Aber ganz souverän sieht anders aus", sagte Leun. Beste Werferinnen beim BSV waren Maike Schirmer (7) und Emily Bölk (6).

Die Flames hatten durch den Sieg gegen Metzingen weiter Selbstbewusstsein getankt, gingen aber auch in dieses Spiel wieder als Außenseiter. Das Spiel begann recht ausgeglichen und nach 10 Minuten stand es 3:3. Nach dem 6:7 (15.) durch einen verwandelten Siebenmeter von Sanne Hoekstra, setzte sich der BSV innerhalb von 2 Minuten durch Tore von Maike Schirmer sowie den beiden Nationalspielerinnen Emily Bölk und Friederike Gubernatis erstmals mit 4 Toren auf 6:10 ab (17.). Carolin Schmele hielt jetzt die Flames mit 3 Toren im Spiel und der BSV scheiterte zweimal am Siebenmeterpunkt. Josephine Körner brachte die Flames beim 10:12 (24.) wieder auf 2 Tore heran. Knapp 3 Minuten später hatte sich der BSV vorentscheidend auf 10:16 abgesetzt, weil die Flames jetzt zu viele Fehler machten. Doch die Flames gaben nicht auf und verkürzten wieder auf 13:13. Das 13:17 durch die stark spielende Maike Schirmer war der Halbzeitstand.

Das erste Tor nach der Pause erzielte erneut Maike Schirmer. Der BSV hielt die Flames weiterhin auf Distanz. Nach 44 Minuten führte der Gast aus dem Norden mit 18:24. Sarah van Gulik erzielte das 19:24 (46.). Nach einer Zeitstrafe gegen Jessica Oldenburg nahm BSV-Trainer Dirk Leun im Angriff Torfrau Antje Peveling zugunsten einer weiteren Feldspielerin aus dem Tor. Bogna Sobiech bewies auch gegen den BSV viel Übersicht und konnte dies zweimal erfolgreich nutzen und auf 21:24 verkürzen und Sarah van Gulik brachte die Flames sogar auf 22:24 heran. Jetzt nahm Dirk Leun eine Auszeit (48.). Emily Bölk und Lisa Prior per Siebenmeter zum 22:26 (51) und Auszeit durch Heike Ahlgrimm. Emily Bölk zeigte jetzt ihre Klasse mit 2 weiteren Treffern. Carolin Schmele hielt für die Flames dagegen, doch auch sie konnte die 27:32 Niederlage nicht verhindern.

Aufgrund des Spielverlaufs ist der Sieg für den Buxtehuder SV, auch in der Höhe, verdient. Für den BSV geht es nächste Woche zum Nachholspiel zur HSG Blomberg-Lippe, die am 10.02.2018 auch der nächste Heimspielgegner der Flames sind.

Die Flames haben jetzt 2 Wochen Zeit sich intensiv auf das Kellerduell beim HC Rödertal (03.02.2018, 17:30 Uhr, Sporthalle Großröhrsdorf) vorzubereiten. Trotz der Niederlage heute gegen eines der TOP-Teams, sollte man mit genug Selbstvertrauen anreisen können

Dirk Leun (Buxtehuder SV): "Es hat Spaß gemacht hier zu spielen vor so einer tollen Kulisse. Natürlich waren wir vorgewarnt. Eine Mannschaft, die Bietigheim einen Punkt abnimmt und Metzingen hier zu Hause schlägt, kann nicht schlecht Handball spielen. Wir wussten, dass es eine harte Nummer für uns wird und es war das erwartet harte Spiel. Wir haben das Spiel lange Zeit ganz gut kontrolliert, aber Bensheim zeichnet aus, dass sie immer alles versuchen, den Gegner aus dem Rhythmus zu bringen und das ist Mitte der 2. Halbzeit gelungen. Aber meine Spielerinnen haben zum Glück den Kopf oben behalten, haben sich dann doch besser ohne Ball bewegt und die entscheidenden Tore gemacht. So bin ich sicherlich überglücklich über den Sieg und zufrieden über die 2 Punkte und die 5 Tore Vorsprung. Wie gesagt, das haben andere nicht geschafft, die in der Tabelle vor uns stehen. Insofern haben wir 2 Punkte und sind sehr zufrieden."

Heike Ahlgrimm (HSG Bensheim/Auerbach Flames): "Mich ärgert eigentlich die 1. Halbzeit, weil wir nicht das umgesetzt haben, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben eine katastrophale Abwehr gespielt und kriegen 17 Tore. Damit können wir einfach nicht zufrieden sein. Das habe ich den Mädels auch in der Halbzeit gesagt, dass wir da viel mehr machen müssen. Wie gesagt, wir haben 17 Tore bekommen, wir haben natürlich auch 13 gemacht, aber wir haben uns in der 1. Halbzeit sehr, sehr schwer getan. Nach der Pause sind wir rausgekommen und haben gesagt, dass wir jetzt bestimmte Dinge umsetzen wollen. Wir haben die 2. Halbzeit 14:15 gespielt, das ist in Ordnung und wir dürfen auch nicht vergessen, gegen wen wir gespielt haben. Buxtehude hat das ganz clever gemacht. Sie haben das Spiel kontrolliert, wir haben nochmal kurz schnuppern dürfen, als wir kurz vor Schluss bis auf 2 Tore dran waren. Im Endeffekt haben wir aber zu viele Fehler gemacht, von daher geht der Sieg für Buxtehude auch absolut in Ordnung."