21.01.2018 18:56 Uhr - 2. Bundesliga - PM Bären

Im Zweitliga-Spitzenspiel krallen sich Bären und Wildcats jeweils einen Punkt

Samira BrandSamira Brand
Quelle: TSG Ketsch
Beide Trainerinnen waren nach dem Spiel stolz auf ihre Mannschaft: Bianca Eckhardt lobte die Wildcats für den couragierten Auftritt beim Tabellenzweiten, und Katrin Schneider hob hervor, dass die Bären trotz zahlreicher Rückstände nie den Mut verloren. Über 500 Zuschauer waren von der dramatischen Partie begeistert, denn sie hatte ein außergewöhnlich gutes Zweitligaspiel gesehen, das mit einem 22:22 endete. Dr. Robert Becker leitete die Pressekonferenz und kommentierte das Ergebnis wie folgt: "Dieses Spiel hätte keinen Verlierer verdient gehabt. Halle/Neustadt ist ein super besetztes Team, das sicherlich als Favorit für einen Aufstiegsplatz einzuschätzen ist."

Nach 10 Spielminuten hatten sich die Wildcats mit einer eindrucksvollen Leistung den Respekt bei den Gastgebern und den Zuschauern verschafft. Die Bären dagegen wirkten zaghaft und mutlos, so dass Kate Schneider schon früh eine Auszeit beantragen musste. Mit 4:1 führten die Gäste, und es war alleine Sabine Stockhorst im Bärentor zu verdanken, dass der Rückstand in Grenzen blieb. Mit einem gut strukturierten Spiel und schnellen Passfolgen machten die Wildcats deutlich, dass sie im Verfolgerduell die Nase vorne behalten wollten. Erst in der 11. Spielminute gelang Carmen Moser das erste Feldtor für die Gastgeberinnen. Umso erstaunlicher war es, dass die Bären auch einen 3:7 und 7:10 Rückstand wegsteckten und bis zur Pause sogar noch in Führung gehen konnten.

Bei den Bären ragten die dynamischen Halbspielerinnen Carmen Moser und Saskia Fackel heraus, auch Lena Feiniler am Kreis und Sophia Sommerrock auf Rechtsaußen hatten starke Szenen. Bei Halle/Neustadt war es vor allem Helena Mikkelsen, die mit sieben Treffern den Bären am meisten zusetzte. Auffällig aber war, dass mit Mikaela Johansson und Laura Winkler gleich zwei wurfgewaltige Halblinke die Bärendefensive abwechselnd mächtig unter Druck setzten. Und auf der Spielmacherposition glänzten nacheinander Nadine Smit und die im Eins-Gegen-Eins brandgefährliche Sophie Lütke.

Beim Halbzeitstand (12:11) und eine Minute vor Abpfiff (22:21) waren die einzigen Ketscher Führungstreffer zu verzeichnen. Ansonsten lagen die Wildcats immer vorne. Vor allem auch deshalb, weil Mitte der zweiten Hälfte die Bären gleich drei Siebenmeter nicht verwandeln konnten. Am Ende gab es eine Punktteilung, die beide Trainerinnen zwar nicht glücklich, aber insgesamt zufrieden machte.