22.01.2018 10:03 Uhr - 1. Bundesliga - dpa, PM Vereine, red

Rödertal bleibt auch beim Vorletzten Nellingen ohne Punkte

Anne BockaAnne Bocka
Quelle: TV Nellingen
Für die Handballerinnen des HC Rödertal wird die Luft in der Bundesliga immer dünner. Der noch punktlose Erstliga-Aufsteiger verlor auch das Duell beim Tabellenvorletzten TV Nellingen mit 24:33 (10:17) und kassierte damit am elften Spieltag die elfte Niederlage.

Daran konnte auch der erst vor knapp zwei Wochen verpflichtete Trainer Maximilian Busch, der sein Debüt an der Seitenlinie gab, nichts ändern. Schon nach 16 Minuten führten die Gastgeberinnen in der Ostfildernhalle mit 9:3.

Rödertal fand kein Mittel gegen die gut positionierte Abwehr der Schwaben und vergab zudem noch viele Chancen, darunter auch drei Siebenmeter. Dagegen erwiesen sich die Nellinger Damen als treffsicher, vor allem Louisa Wolf, die mit 12/6 Toren erfolgreichste Werferin war. Die Gäste, die nie wirklich ihren Rhythmus fanden und sich zu viele Fehler erlaubten, liefen das gesamte Spiel vergeblich dem Rückstand hinterher. Stefanie Hummel war mit sechs Treffern beste Torschützin.

"Glückwunsch an die Hornets zu den beiden Punkten. Über 60 Minuten war das verdient, für uns war es eine schwierige Situation, denn wenn man oft verliert, ist das Selbstvertrauen nicht so da. Wir haben viel gemacht und ich möchte meiner Mannschaft dennoch ein Kompliment aussprechen, auch wenn es so deutlich ist, weil wir bis zur letzten Sekunde gekämpft haben. Die zweite Hälfte verlieren wir nur mit zwei Toren, da haben wir einen großen Schritt nach vorne gemacht. Außerdem haben wir viele neue Sachen, dass die natürlich nicht auf Anhieb klappen ist verständlich, aber die Punkte werden kommen", schildert HC-Trainer Max Busch seine Eindrücke.

"Rödertal hatte zwei Wochen Zeit, sich auf uns einzustellen, was man auch schon beim Aufwärmen gemerkt hat. Max hat mit allen Spielerinnen gesprochen, ihnen Mut zugesprochen und Aufgaben zugeteilt. Das war für mich das Zeichen, dass wir von Anfang an auf der Hut sein müssen, und es war wichtig, dass wir das geschafft haben. Es ist uns gelungen, dass der HCR in der ersten Hälfte lediglich auf vier Tore aus dem stehenden Angriff gekommen ist. Sie hatten noch einige Siebenmeter, wir haben aber sechsmal den Ball geblockt und das war schon ausschlaggebend, dass wir ihnen den Schwung genommen haben. Aus unserer Sicht haben wir das sehr souverän nach Hause gebracht und auch in der Höhe verdient gewonnen", ist bei Morgant die Freude groß über den zweiten Saisonsieg.