21.01.2018 13:07 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

"Lachendes und weinendes Auge" - Blomberg und Leverkusen trennten sich mit Unentschieden

Das umkämpfte Duell zwischen Blomberg und Leverkusen endete mit einem UnentschiedenDas umkämpfte Duell zwischen Blomberg und Leverkusen endete mit einem Unentschieden
Quelle: Brink-Medien, HSG
Die HSG Blomberg-Lippe bleibt in der Bundesliga auch im fünften Spiel in Folge ohne Niederlage. Die erste Heimpartie des neuen Jahres endete für die Schützlinge von Trainer André Fuhr mit einem 28:28 (16:14)-Unentschieden gegen Bayer 04 Leverkusen.

Die 843 Zuschauer in der Sporthalle an der Ulmenallee sahen eine temporeiche und mitreißende Begegnung, die nach sechzig Minuten keinen Sieger verdient hatte. "Bei einem Unentschieden hat man immer ein lachendes und ein weinendes Auge. Aber unter dem Strich geht das Remis aufgrund der vielen wechselnden Führungen in Ordnung. Leider haben wir es im letzten Angriff versäumt, noch ein Tor zu erzielen", resümierte André Fuhr, der sich über die tolle Kulisse freute.

"Ich bin mit dem Punktgewinn zufrieden. Das Spiel war hart umkämpft und hätte jederzeit in die eine oder andere Richtung verlaufen können. Es war eine spannende Partie und das Unentschieden ist ein gerechtes Ergebnis", lautete auch das Fazit von Gäste-Trainerin Renate Wolf, die klar stellte: "Das war heute auf jeden Fall ein Punktgewinn für uns." Im Laufe der Begegnung wechselte die Führung zehn Mal, wobei sich beide Mannschaften nie mit mehr als zwei Toren Differenz absetzen konnten.

Nach einem 12:14 leitete die HSG einen starken Endspurt in der ersten Hälfte ein und ging nach vier Treffern in Folge mit einem 16:14 in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel lagen die Blombergerinnen beim 24:22 immer noch knapp vorne, ehe die Gäste mit vier Toren in Serie das Blatt wendeten. "Kurz vor dem Ende der Partie hätten wir den Sack zumachen können. Leider haben wir in dieser Phase nicht mit der notwendigen Cleverness agiert und die Punkteteilung ist letztendlich ein gerechtes Ergebnis", so Renate Wolf. Die Fuhr-Frauen kämpften sich aber zurück, gingen im vorletzten Angriff sogar mit 28:27 in Führung, mussten aber letztlich in das leistungsgerechte Remis einwilligen.

Gute Noten verdienten sich bei den Gastgebern eine starke Torhüterin Melanie Veith, eine treffsichere Rechtsaußen Patricia Rodrigues (6 Tore) und eine nervenstarke Siebenmeter-Schützin Silje Brons Petersen, die alle sechs Versuche sicher verwandelte. Außerdem hatte Laura Rüffieux in der Abwehr die deutlich größere Lerverkusener Rückraumschützin Anouk van de Wiel sehr gut im Griff. "Fünf Spie in Folge ungeschlagen zu sein, ist aller Ehren wert. Aber wir tun gut daran, mit beiden Füßen auf dem Boden zu bleiben. Die nächsten drei Partien haben es in sich und da üben wir uns lieber in lippischer Bescheidenheit", sagte André Fuhr.