15.01.2018 18:26 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

39 Tore: Variable Luchse mit erneut stabiler Abwehr gewinnen Spitzenspiel

Mainz 05/BudenheimMainz 05/Budenheim
Quelle: Ralf Bilo, Mainz 05
Es entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Auseinandersetzung, in der man den Handball - Luchsen der HL Buchholz 08 - Rosengarten die zusätzliche Belastung des Pokalspiels unter der Woche nicht anmerken konnte. Allenfalls benötigte man etwas Zeit, um in der Abwehr das nötige Timing zu entwickeln. Am Ende gab es einen 39:27-Sieg.

"Man muss es neidlos anerkennen: Buchholz war diesmal eine Klasse besser als wir", so das kurze und klare Fazit von Dynamites-Coach Thomas Zeitz. Nach gutem Auftakt und einer 3:1 Führung verlor sein Team völlig den Faden und ging verdient mit einer Lehrstunde nach Hause. Verdient vor allem, weil die Abwehr eigentlich nie richtig "stattfand" und den notwendigen unbedingten Willen zur Gegenwehr völlig vermissen ließ.

So folgte auf die Führung ein 1:7 Lauf für den Tabellenführer, der mit einfachem und schnörkellosen Handball, egal in welcher Aufstellung, zu begeistern wusste. Frühzeitig war abzusehen, dass es für die Dynamites mit dem "Ärgern" des Tabellenprimus nichts werden sollte.

Mit einem 13:20 Rückstand ging es in die Kabine. Den kurzen Höhenflug der Dynamites bis zum 16:20 stoppte der Tabellenführer erneut mit deutlich mehr körperlicher Präsenz, und zog uneinholbar davon. Auch wenn die Niederlage aufgrund der Dominanz von Buchholz-Rosengarten im bisherigen Saisonverlauf verschmerzbar ist, war es die Art und Weise, wie das Spiel verloren wurde, die Team und Trainer verstimmte. "Auch wenn wir diesmal weniger Qualität hatten, hieß das nicht, dass wir uns nicht wehren können, aber wir waren dazu in der Abwehr einfach nicht präsent genug", so Zeitz in der Analyse.

Am Angriff lag es weniger. Hier waren denn auch ein paar Lichtblicke zu erkennen. Elisa Burkholder verdiente sich mit ihren fünf Treffern in der ersten Halbzeit eine "persönliche Betreuung". Romana Gerisch - auch wenn zwei Siebenmeter liegen blieben - kletterte mit acht Treffern wieder in der Scorerstatistik und in Halbzeit zwei machte Selina Adeberg einen großen Schritt aus ihrem "kleinen Tief". Die 30er-Marke war drin, und das ist gegen diesen starken Gegner der Hoffnungsschimmer für die nächsten Aufgaben.

Mit dem entsprechenden Lernfaktor sollten die Meenzer Dynamites denn auch aus diesem Spiel herauskommen. Es heißt sich auf die nächste Aufgabe zu konzentrieren, denn da wartet der Tabellenvierte TV Beyeröhde und mit einem anderen Auftritt vor heimischem Publikum ist ein positiver Abschluss der Hinrunde absolut im Bereich des Möglichen.