14.01.2018 17:40 Uhr - DHB-Pokal - PM Vereine, red

Elfen verpassen gegen Bad Wildungen Einzug ins OLYMP Final Four

Zivile JurgutyteZivile Jurgutyte
Quelle: Thomas Hergarten
Nach Schlusspfiff des Schiedsrichtergespannes Sebastian Grobe und Adrian Kinzel waren die Spielerinnen der Elfen fassungslos und schauten der HSG Bad Wildungen Vipers beim Feiern zu. Die Mannschaft von Renate Wolf musste sich dem Team aus Nordhessen mit 19:21 (8:12) geschlagen geben. Der Traum vom Final Four um den DHB-Pokal in der Stuttgarter Porsche-Arena war wie eine Seifenblase zerblast.

Fünfundzwanzig Minuten lang - Spielstand aus Elfen-Sicht: 7:8 - war es ein Duell auf Augenhöhe, wobei Katja Kramarczyk eine starke Leistung zeigte und ihr Team im Spiel hielt. Bis zur Halbzeitpause setzten sich die Gäste bis auf vier Tore (8:12) ab.

Die beste Phase der Mannschaft von Renate Wolf kam unmittelbar nach dem Seitenwechsel: Mia Zschocke und Anouk van de Wiel erzielten die Treffer zum 10:12. Mit eigenen Fehlern lud man die Gäste ein, die ihre Chance nutzten und sich erneut mit 14:10 und 16:12 absetzen konnten. Renate Wolf probierte viel, doch nichts griff. Am Ende stand eine bittere 19:21-Niederlage.

Später gratulierte Renate Wolf ihrer Kollegin Tessa Bremmer zum Sieg und zum Einzug ins Final Four in Stuttgart. "Glückwunsch zum verdienten Sieg", sagte die Elfen-Chefin. "Wir haben heute alles versucht, aber während wir mit der Deckungsleistung zufrieden sein können, war unsere Angriffsleistung eine Katastrophe."

"Es ist ein überragender Abend mit einem tollen Ergebnis. Die Abwehrleistung war über die gesamten 60 Minuten einfach super. Ich hatte nie das Gefühl, dass unsere Mädels das Spiel aus der Hand geben werden. Für die unsere Region ist es ein unglaublicher sportlicher Erfolg", freut sich Jochen Busch, sportlicher Leiter der Vipers, über den Coup in Leverkusen.

Vipers-Trainerin Tessa Bremmer war nach der Partie unendlich stolz auf ihr Team: "Die Mannschaft wächst immer mehr zusammen und wird auch in den entscheidenden Phasen cleverer. Klar, die letzten Minuten waren noch sehr spannend, aber der Sieg war nicht gefährdet. Danach haben wir noch ausgiebig gefeiert. Das hat sich mein Team einfach verdient gehabt."

Für die Vipers geht es nun am 19./20. Mai nach Stuttgart in die Pokal-Endrunde. Das Olymp Final Four wird in insgesamt 4 Partien (2 Halbfinalspiele, Spiel um den 3. Platz und Finale) gespielt. Ebenso qualifiziert sind Oldenburg, Metzingen und die SG BBM Bietigheim. Uwe Gimpel, Geschäftsführer der HSG Bad Wildungen Vipers, bilanziert nach der Partie: "Es ist unglaublich, was die Mannschaft im Viertelfinale gegen Leverkusen geleistet hat. Wenn wir uns auf unsere Stärken fokussieren und wir als ein Team, mit unbändigem Willen und Einsatz bis in die letzte Spielminute auftreten, können wir in dieser Form aufspielen und überzeugen. Großes Kompliment auch an unsere Trainerin Tessa Bremmer - das war eine grandiose Leistung. Es ist schön zu sehen, dass wir durch die gemeinsame kontinuierliche und akribische Arbeit der letzten Jahre nun auch sportlich mehr als ein Ausrufzeichen für Bad Wildungen setzen können."

Am kommenden Samstag geht es für die Werkselfen mit einem Auswärtsspiel in der Handball-Bundesliga Frauen (HBF) weiter: Am Samstagnachmittag gastiert man um 16.30 Uhr bei der HSG Blomberg-Lippe.