13.01.2018 08:38 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine

Bremen baut auf Heimstärke gegen Ketsch

Merle HeidergottMerle Heidergott
Quelle: hansepixx.de
Mit den Kurpfalz Bären der TSG Ketsch kommt der Tabellenzweite der 2. Bundesliga am Samstag um 19.30 Uhr in die Klaus-Dieter-Fischer-Halle. Dass die Bären mit erst einer Niederlage und zwei Unentschieden in dieser Saison nach Bremen kommen, dürfte viele bislang Überrascht haben. Auswärts ist Ketsch sogar noch ungeschlagen. Werder hat hingegen eine ähnliche Heimbilanz, nur der Ligaprimus aus Buchholz konnte bisher die Punkte aus Bremen entführen.

Es verspricht also ein spannendes Duell zu werden zwischen Werder und den Gästen aus Ketsch, die seit der WM-Pause kein Ligaspiel mehr bestritten haben. Werder konnte kurz vor dem Jahresende die TG Nürtingen mit 25:21 bezwingen und musste sich am letzten Wochenende denkbar knapp mit 31:32 bei der DJK/MJC Trier geschlagen geben. Für die Kurpfalz Bären hingegen gab es vor Silvester nur einen "Ausflug" nach Berlin, das Spiel gegen die Füchse musste aufgrund eines Wasserschadens in der Halle abgesagt werden.

Den Start in das neue Jahr wollen die Bremerinnen den Bären also vermiesen, auch wenn es alles andere als eine leichte Aufgabe wird. "Ketsch spielt einen sehr schnellen und dynamischen Handball", so Werder-Kreisläuferin Nele Osterthun. Doch genau das ist auch der Handball, den die Grün-Weißen spielen. In der letzten Saison gab es in der Klaus-Dieter-Fischer- Halle einen torreichen 35:33-Erfolg vom SVW gegen die Kurpfalz Bären, gegen eine Wiederholung hätte in Bremen sicherlich niemand etwas einzuwenden.

In Bremen droht für Ketsch ernste Gefahr, dass diese positive Auswärtsserie reißen könnte. Das Team von Trainer Marotzke hat sich vor eigenem Publikum - wie dies auch den Bären passierte - nur im Nordderby von Buchholz/Rosengarten bezwingen lassen. Ansonsten sorgte der wurfstarke Rückraum mit Heidergott, Börsen und Dölle meist für eine Torflut um die 30 Treffer herum. Zuletzt gab es gegen Nürtingen zwar eine schwächere erste Halbzeit (10:14) zu vermelden, doch nach der Pause überrannten die Bremerinnen wie gewohnt die gegnerische Abwehr. Mit einem am Ende klaren 25:21 Erfolg feierte das Team ein jetzt ausgeglichenes Punktekonto (13:13).

Während in den Expertenkreisen schon darüber diskutiert wird, ob die Bären wirklich in die erste Bundesliga aufsteigen wollen, hält sich die Bären-Führung bedeckt. "Wir haben noch insgesamt 17 Saisonspiele zu bestreiten. Da ist es zum jetzigen Zeitpunkt völliger Unfug, von einem Aufstiegsplatz zu träumen. Die Mannschaft hat ohne jeden Ergebnisdruck bisher tolle Leistungen gezeigt und genauso gehen wir auch das Bremer Spiel an!"