12.01.2018 13:50 Uhr - DHB-Pokal - PM Vereine, red

Leverkusen mit "ganz, ganz schwerer Aufgabe" im DHB-Pokal

Renate WolfRenate Wolf
Quelle: René Weiss
Am 19. & 20. Mai wollen die Elfen neben dem bereits qualifizierten VfL Oldenburg am OLYMP Final Four in der Stuttgarter Porsche-Arena teilnehmen. Zuvor muss die Mannschaft von Renate Wolf die Viertelfinalpartie um den DHB-Pokal am Samstagabend (20 Uhr, Ostermann-Arena) gegen die HSG Bad Wildungen Vipers positiv gestalten.

2014 haben die Elfen zuletzt am Final Four um den DHB-Pokal teilgenommen. Damals fand es in der Leipziger Arena statt. "Bei diesem tollen Event möchte jede Sportlerin gerne einmal dabei sein", weiß Renate Wolf. "Aber wir sind uns auch bewusst darüber, dass auf uns im Viertelfinale in der HSG Bad Wildungen Vipers eine ganz, ganz schwere Aufgabe wartet und wir alles geben müssen, um uns für das Final Four zu qualifizieren."

In der Bundesliga trafen beide Mannschaften unmittelbar vor der Weltmeisterschaft aufeinander. Damals gewannen die Elfen die Partie mit 19:17. "Dieses Spiel kann man mit der Partie am Samstagabend nicht mehr vergleichen, zumal es ein Pokalspiel ist", weiß Renate Wolf, die mit Ausnahme von Jennifer "Jeje" Rode in Bestbesetzung antreten kann. "Am vergangenen Samstag sorgte die HSG in der Bundesliga durch einen 30:27-Erfolg über den Thüringer HC für ein Ausrufezeichen."

Auch im Pokalspiel gegen die Nordhessen hoffen die Verantwortlichen des TSV Bayer 04 Leverkusen erneut auf eine positive Zuschauerzahl und eine große Unterstützung von den Rängen.

Die Euphorie bei den Vipers spürt man bereits seit mehreren Wochen: "Seit der Auslosung der Viertel­finals ist das Thema sehr präsent bei uns. Ich muss meine Spieler­innen gar nicht mehr wirklich motivieren, sie sind einfach heiß auf das Spiel. Ein Einzug in das Olymp Final4 wäre der wohl größte Erfolg in der Geschichte der Vipers und auch für viele Spieler­innen", beschreibt Trainerin Tessa Bremmer die aktuelle Stimmung vor Ort treffend.

"Mit dem grandiosen Heim­sieg letzten Samstag gegen den Thüringer HC haben wir Selbst­vertrauen getankt. Aber wir müssen auf dem Boden der Tatsachen bleiben und dürfen jetzt nicht abheben. Wir müssen von Anfang an Gas geben und dürfen nicht, wie im Spiel in Lever­kusen im November, fahrlässig mit unseren Chancen umgehen. Nur dann können wir die Sensation packen", erklärt die Trainerin der Vipers. Denn das letzte Spiel gegen die Werks­elfen im November verloren die Vipers nach einer schwachen Leistung mit 17:19. Dass die Nord­hessinnen in Lever­kusen jedoch auch siegen können, zeigten sie bereits eindrucks­voll in der vergangenen Saison: Damals gewannen sie mit 22:29 - Anouk Nieuwenweg war mit 15 Treffern die beste Spielerin der Partie.

Als erstes Team für das OLYMP Final Four hat sich der VfL Oldenburg am Mittwochabend durch einen 30:24-Erfolg beim Zweitligisten HL Buchholz/Rosengarten qualifiziert. Die beiden weiteren Viertelfinalspiele bestreiten am Samstagabend der TV Nellingen und die TuS Metzingen sowie am Sonntag der Thüringer HC und die SG BBM Bietigheim.