06.01.2018 21:09 Uhr - 1. Bundesliga - Felix Buß

Göppingen setzt Aufwärtstrend mit deutlichem Erfolg gegen Oldenburg fort

Petra Adamkova traf sechs MalPetra Adamkova traf sechs Mal
Quelle: groundshots.de
Den Aufwärtstrend der letzten Wochen setzte Frisch Auf! Göppingen fort, auf den sensationellen Sieg über Metzingen vor über 5.000 Zuschauern in Stuttgart folgten die nächsten zwei Punkte. "Dieses Selbstvertrauen mitzunehmen", wie Hrbkova forderte, gelang den Frisch Auf Frauen am Dreikönigstag gegen den VfL Oldenburg. Die Gäste waren ohne die am Fuß verletzte Simone Spur Petersen angereist, agierten zunächst auf Augenhöhe. Nach dem 9:7 (18.) wandelte sich dieses Bild, denn Göppingen zog, mit erneut solider Abwehr und einer glänzenden Kristy Zimmerman (16/2 Paraden), vorentscheidend auf 16:9 davon. Vor 1.650 Zuschauern siegte Göppingen mit 30:22 zum fünften Mal in Seerie und verbesserte sich auf den fünften Tabellenplatz.

Die Frisch Auf Frauen entfachten zu Beginn mehr Druck als der VfL Oldenburg, der jedoch geduldiger agierte. Beide Teams kamen zunächst kaum zu zählbaren Erfolgen. Nach fünf Minuten nahm die Partie allmählich mehr Fahrt auf. Hrbkova besorgte, nach einem Abpraller, die 2:1-Vorlage für Göppingen. Die Grün-Weißen profitierten von ihrer erneut soliden, zupackenden Abwehrarbeit. Kinlend schloss nach sieben Minuten zum 4:2 ab, Weigelt traf über die Schnelle Mitte zum 5:3 (9.).

Diese Zwei-Tore-Vorlage war zunächst einmal eine kurze Freude für die Hausherrinnen. Nachdem Hrbkova das 6:3 an Renner vergeben hatte, glichen Wenzl und Geschke für Oldenburg aus. Birke hatte im Gegenstoß sogar die Führung auf der Hand, traf aber den Pfosten. Unkonzentriert und nicht mehr so zielstrebig wirkte das Göppinger Spiel nun, während die VfL-Sieben, obschon Geschke abgeschirmt wurde, Vertrauen fasste und die zuletzt schwachen Ergebnisse abzuschütteln schien.

Im weiteren Verlauf konnte zunächst kein Team das Spiel kontrollieren. Auf beiden Seiten wurden dabei spielerische Akzente gesetzt. So erzielte Adamkova das 8:6 (16.) in Beach-Manier nach einer Pirouette. Auf der Gegenseite wurde Linksaußen Martens von Geschke beim 9:7 (18.) gekonnt in Szene gesetzt. Solche druckvoll und elegant herausgespielten Torerfolge gelangen den Gästen jedoch seltener als den Hausherrinnen, die bei Hrbkovas 11:7 (21.) erstmals mit vier Toren vorne lagen.

Göppingens Torhüterin Kristy Zimmerman hatte sich offenbar den Respekt der Gegnerinnen verdient, die vor allem bei freien Chancen nervös wirkten. Die Schwäbinnen vertrauten derweil, nach der kurzen Schwächephase, wieder auf ihre üblichen Abläufe. Die eingewechselte Lea Schuhknecht agierte beim 13:8 (26.) überaus selbstbewusst. Kurz darauf spielte Sviridenko Adamkova punktgenau an. Oldenburg war eingebrochen, was Zimmermans Direktwurf zum 16:8 (29.) unterstrich.

Kristy Zimmerman war im ersten Durchgang mit 11/2 Paraden die überragende Spielerin gewesen und ließ sich nach Wiederanpfiff sofort den nächsten Reflex notieren. Guberinic erzielte kurz darauf beim 19:9 die erste Zehn-Tore-Vorlage für Göppingen. Behrend warf im Gegenstoß einen Meter am Tor vorbei, Oldenburg blieb neben der Spur. Doch die Konzentration beim Führenden ließ allmählich nach. Martens konterte zum 21:13 (40.). Aleksandar Knezevic reagierte auf die 0:3-Serie: Auszeit!

Oldenburg zeigte Moral. Nach der Abwehrumstellung auf eine bissige, bewegliche offensive Formation, in der Lisa-Marie Fragge Schwerstarbeit leistete, hatte die Sieben von Niels Bötel, Andreas Lampe und Maike Balthazar den gegnerischen Rückraum erstmals im Griff. Da Oldenburg sich im Angriff weiterhin äußerst schwer tat und Göppingen Fehler über Fehler produzierte, hatte das Niveau nach 48 Minuten deutlich abgenommen, wovon der Spielstand von 23:15 aber kaum zeugte.

Göppingen behielt die Angelegenheit in der Schlussphase unter Kontrolle, da in der Abwehr wieder gut zusammengearbeitet wurde. Sviridenko blieb dabei trotz einer frühen zweiten Zeitstrafe an Deck. Bei Bruggers 25:15 betrug der Vorsprung der Grün-Weißen abermals zehn Tore. Einige Vorbeiwürfe auf beiden Seiten pflasterten danach den Weg bis zum 30:22-Endstand. Mit einer ganz schwachen Leistung geht Oldenburg in Göppingen beinahe unter. Die Grün-Weißen siegen abermals souverän.