31.12.2017 16:27 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Badenstedt liefert nur Strohfeuer und unterliegt der SG 09 Kirchhof

Starker Einstand für Badenstedts Lareen Gräser mit sechs Treffern gegen KirchhofStarker Einstand für Badenstedts Lareen Gräser mit sechs Treffern gegen Kirchhof
Quelle: Jörg Zehrfeld/HSG Hannover-Badenstedt
Die "Jungen Wilden" der HSG Hannover-Badenstedt kamen indisponiert aus der kurzen Weihnachtspause, das Team unterlag mit 32:38 (14:20) nicht unverdient bei der SG 09 Kirchhof.

Bereits in den ersten Spielminuten hatten die wenigen mitgereisten Schlachtenbummler der HSG das Gefühl, dass ihrem Team der Weihnachtsbraten noch schwer im Magen lag. Gastgeber Kirchhof präsentierte sich vor 890 Zuschauern wacher und ging nach dem 3:3 durch Jana Pollmer innerhalb von 90 Sekunden nach zwei Treffern von Laura Nolte und einem Tor von Dionne Visser locker in die Pole Position zum 3:6 Zwischenstand. Badenstedt kam dann durch eine stabilisierte Deckung zu kurzfristigen Erfolgserlebnissen.

Lena Seehausen und Natasha Ahrens sowie die in ihrer alten Wirkungsstätte besonders motivierte Jana Pollmer konterten mit einem 6:1 Lauf, der Führungstreffer zum 7:9 durch Ahrens sollte aber die letzte Führung der HSG gewesen sein. Der kurze Aufschwung entpuppte sich aber als Strohfeuer, das erhoffte Feuerwerk blieb aus. Die HSG präsentierte sich nicht nur im Angriff gegen aggressive Kirchhoferinnen als zu zahnlos, auch die Abwehrarbeit ließ zu wünschen übrig. Ob durch Kreisanspiele oder unbedrängte Treffer aus dem Rückraum, Kirchhof gelang zwischen der 15. Minute und dem Pausenpfiff scheinbar mühelos sechs Tore Differenz aufzubauen.

Die HSG zeigte nach der Pause zunächst, dass sie mehr kann. Endlich treffsicherer sprangen sechs Tore innerhalb vom sechs Minuten heraus, davon zwei durch die eingewechselte Lareen Gräser. Nach dem 20:23 durch Natasha Ahrens (36.) schien die HSG endlich in Kirchhof angekommen, der offene Schlagabtausch der Kontrahentinnen setzte sich aber nur noch bis zum 25:28 durch Tina Wagenlader (44.) fort. Kirchhof zog direkt im Anschluß eine Zeitstrafe gegen Mieke Düvel ,nutzte die folgende Überzahl durch Treffer von Christin Kühlborn und Diana Sabljak optimal. Die SG spielte in der Folge die "Jungen Wilden", bei denen mannschaftliche Strukturen nur noch selten aufblitzten, bis zum 29:38 an die Wand. Zweimal Natasha Ahrens sowie die bei sieben Versuchen sechsmal erfolgreiche Lareen Gräser sorgten am Ende noch für ein wenig Kosmetik.

"Ich freue mich natürlich über mein erstes Spiel für die HSG und das es für mich nach einem halben Jahr Pause so gut lief. Leider haben wir aber als Team heute aber nicht die optimale Leistung abgerufen", kommentierte Gräser ihren Einstand. "Wir haben für Kirchhof einen großen Gabensack mitgebracht. Die SG brauchte sich bei unseren Abwehrfehlern, aber auch bei unseren oft überhastet vorgetragenen Angriffen nur bedienen", kritisierte Trainer Roland Friebe den letzten HSG-Auftritt des Jahres. "Meine Mannschaft hat sich total an unseren Matchplan gehalten", freute sich SG-Trainer Christian Denk.