30.12.2017 21:37 Uhr - 1. Bundesliga - fcb

Göppingen schlägt Metzingen im Endspurt und stürmt die Porsche Arena

Maxime Struijs traf fünfmal für GöppingenMaxime Struijs traf fünfmal für Göppingen
Quelle: groundshots.de
Am vorletzten Tag des Jahres unternahm die TuS Metzingen einen Versuch, den vor Jahresfrist aufgestellten Liga-Zuschauerrekord (6.157) zu steigern. In der Porsche Arena gastierte auch diesmal ein Derbygegner, Frisch Auf Göppingen. Der nahm beim 28:32 (14:13) vor 5.740 Zuschauern die Punkte mit. Metzingen hatte sich mit dem 6:2-Start (10.) einiges Selbstbewusstsein geholt. Doch Göppingen arbeitete gut gegen die Achse Loerper-Behnke und stellte mit dem 6:0-Lauf zum 22:28 (53.) die Weichen auf Sieg. Metzingen kam mit einiger Taktik nur noch auf 28:32 heran, erhält aber im Titelkampf einen Dämpfer. Göppingen schlägt erstmals seit längerem ein Topteam und feiert den vierten Sieg in Serie.

Isabell Roch begann auch diesmal im Tor der TuS Metzingen und sandte nach fünf Minuten ein erstes Ausrufezeichen, indem sie beim Siebenmeter-Wurf von Maxime Struijs den Ball fing. Katharina Beddies erhöhte im Gegenzug auf 3:0. Frisch Auf setzte dann zwar durch Weigelt und Kinlend nach, doch Zapf, Kobylinska und Beddies hielten die Gäste mit ihren Treffern beim 6:2 (10.) auf Abstand.

Die TuS Metzingen hatte in der frühen Phase von einer soliden Abwehr und guten, schnellen Abschlüssen profitiert, wobei Göppingens Zimmerman mindestens zweimal die Hand am Ball hatte, aber nicht abwehren konnte. Nach einer Auszeit gelang den Gästen dann ein erster Ballgewinn im Rückzug. Göppingen schien nun etwas glücklicher zu agieren, doch Beddies konterte zum 7:4 (14.).

Die favorisierten Hausherrinnen schienen immer einen Schritt schneller zu sein als Göppingen, so auch Loerper beim 8:5 (15.). Zudem parierte Roch einen weiteren Siebenmeter. Doch auch Lengyel gelang dies gegen Loerper. Metzigen tat sich anschließend in Überzahl schwer, Minvskaja stellte lediglich auf 10:7 (20.). Bisher dominierten die Torleute mit 5/2 und vier Paraden das Geschehen.

Nach Sviridenkos 10:9-Siebenmeter war die erste TusSies-Auszeit fällig. Göppingen fehlten danach die Impulse. Mit zwei glänzenden Anspielen, zunächst auf Zapf und dann von Minevskaja auf Behnke zum 13:10 (26.) zeigten sich die "Pink Ladies" derweil abermals spielerisch überlegen. Zwei Paraden von Zimmerman hielten Göppingen jedoch im Spiel. Struijs erzielte den 14:13-Pausenstand (29.).

Metzingen hatte sich in den letzten vier Minuten des ersten Durchgangs einige Fehler geleistet und Göppingen eingeladen im Spiel zu bleiben. Das galt auch nach Wiederanpfiff, nach 33 Minuten glich Brugger für die Gäste vom Kreis zum 15:15 aus und sie errangen den Ball gleich wieder. Kindlend erzielte den Führungstreffer, ehe Kobylinska für die "TusSies" egalisierte. Es blieb spannend.

Beide Mannschaften trieben die Partie gleichermaßen voran. Mal gelang dem einen Team etwas, mal dem anderen. Göppingen profitierte insbesondere vom guten Stellungsspiel gegen die Achse Loerper-Behnke und konnte das Spiel erneut drehen: In Unterzahl markierte Adamkova das 18:19 (41.). Kurz darauf warf Jankovic, seit der 31. Minute im Metzinger Kasten, am Göppinger Tor vorbei.

Göppingen spielte weiterhin oftmals mit zwei Kreisläuferinnen und bot nun auch Lina Krhlikar auf. Nach Adamkovas 21:22-Treffer benutzte "TusSies"-Trainer Hamann-Boeriths die T2-Karte. Der Däne verlangte, dass Kobylinska ihre Zweikampfstärke vermehrt ausspielen sollte. Zudem kehrte Roch zwischen die Pfosten zurück. Loerper traf dann beim 22:22 (47.) zum ersten Mal, ein Siebenmeter.

Krhlikar, Brugger und Hrbkova sorgten anschließend für den 22:27-Fingerzeig (52.) zugunsten Göppingens. Krhlikar war der Trumpf in der Tasche von Aleksandar Knezevic, denn sie erkämpfte auch den Siebenmeter für Hrbkovas 22:28. Zapf beendete zwar nach sieben Minuten die Torflaute der Hausherrinnen, doch eine Positionsabwehr gegen Struijs und Kinlend brachte Metzingen nichts mehr. Zu siebt rückten sie zwar auf 26:29 (57.) heran. Das 28:30 ließ Beddies dann gegen Zimmerman liegen, die mit ihrem elften Reflex den Göppinger Sieg festhielt. Beim Schlusspfiff stand es 28:32 für die Gäste.