30.12.2017 19:18 Uhr - 2. Bundesliga - fcb

Gröbenzell kämpft in der Porsche Arena gegen Waiblingen-Korb lange um den Sieg

Neun Tore: Lea GruberNeun Tore: Lea Gruber
Quelle: Michael Schmidt
Zum Jahresende gab es in der Stuttgarter Porsche Arena ein Highlight: In der zweiten Liga traten die FSG Waiblingen-Korb und der HCD Gröbenzell gegeneinander an. Während des Spiels füllte sich die Arena allmählich, denn um 20 Uhr folgte das Erstligaspiel der TuS Metzingen gegen die Frisch Auf Frauen. Das Zweitligaduell zwischen dem Mittelfeldteam aus dem Remstal und dem Vorletzten vor 2.700 Zuschauern war durchweg spannend, oft wechselte die Führung. Nach dem 23:19 (38.) kämpften sich die Gäste noch auf 25:25 (50.) heran. Das bessere Ende hatte die FSG Waiblingen-Korb mit 31:28 (17:16) für sich. Das befreite Spiel des HCD war nicht mehr zu sehen.

Sina Fischer sorgte zunächst mit ihren kraftvollen Durchbrüchen dafür, dass der HCD Gröbenzell zu Beginn einen kleinen Vorsprung innehatte. Als Waiblingen-Korbs Teixeira da Silva einen Abpraller nicht zu greifen bekam, schien Antl auf 1:3 erhöhen zu können, doch die Kreisläuferin scheiterte ebenso wie Balk aus dem Rückraum. Gröbenzell machte zu wenig aus seinen Chancen.

Die FSG deckte nun kompakt und profitierte von zwei Ballgewinnen: Nikolovska konterte nach fünf Minuten zur 3:2-Vorlage der Lokalmatadorinnen. Gröbenzell ließ sich nicht abschütteln. Antl konterte unter dem Jubel der Fans zur 5:6-Führung (10.). Die Torfolge blieb hoch. Beide Teams versuchten bereits über die erste Welle den Torerfolg herbeizuführen. Ein Vorteil ergab sich daraus nicht.

Ines Fleisch von der HCD Gröbenzell hatte bereits mit mehreren Paraden auf sich aufmerksam gemacht. Einmal den Abpraller aufzusammeln, war jedoch bislang Fehlanzeige. FSG-Spielerin de Bellis traf zudem beim 9:8 (15.) von der Mittellinie ins verwaiste HCD-Tor. Wegen einiger Ballgewinne in der Deckung spielte Gröbenzell dennoch über weite Strecken befreit und rasant auf.

Nach 20 Minuten zückte FSG-Trainer Jürgen Krause die Grüne Karte. Technische Fehler hatten sein Team bislang die Chance gekostet, die Fronten zu klären. Der nächste Fehler folgte, Nikolovska übertrat beim Versuch, das 12:12 zu erzielen. Im Gegenzug traf Balk zur Zwei-Tore-Führung. Die FSG glich zwar schnell wieder aus, blieb aber zu passiv, um die Bayerinnen abzuschütteln.

Beim Stand von 17:16 für Waiblingen-Korb wurden die Seiten gewechselt. Binnen drei Minuten nach Wiederanpfiff legte die FSG eine erstmalige Drei-Tore-Führung vor. Der Mittelblock mit Odrowska und Gruber schien nun besser zu funktionieren. Dennoch ließen die "Tigers" vorne die Vier-Tore-Führung liegen, und in Überzahl fiel der Gegentreffer von Balk zum 21:19 (38.). Es blieb spannend.

Nach 39 Minuten nahm HCD-Trainer Hendrik Pleines sichtlich unzufrieden eine Auszeit. Mehrmals hatte sein Team im Positionsspiel gegen die druckvolle erste Welle der Spielgemeinschaft schlecht ausgesehen und war abermals mit vier Treffern in Rückstand geraten. Auch im Abschluss unterliefen dem Tabellen-Vorletzten kritische Fehler. Doch Pelz hielt den HCD beim 24:22 (44.) im Spiel.

Gröbenzell bewegte sich nach der Besprechung wieder gut und stemmte sich gegen die Niederlage. Fischers siebter Treffer bewegte die "Tigers" beim 24:23 (45.) zur Auszeit, doch diese produzierten weiterhin Fehler. Der HCD erarbeitete sich mehrere Chancen zum 25:25-Ausgleich. Schließlich brachte Rechtsaußen Pelz den Ball nach 50 Minuten unter. Der Spielausgang blieb offen.

Den Gästen gelang der Turnaround nicht mehr. Nagler mit einem Siebenmeter, Gruber mit ihrem siebten Treffer und Dirmeier hielten Waiblingen-Korb mit 28:27 (57.) vorne. Dann unterliefen dem HCD zwei technische Fehler. Als Gruber zum 29:27 (58.) einnetzte, Roth parierte und Hammer einen fatalen Fehlpass von Radovanic zum 30:27 nutzte, fiel 80 Sekunden vor Schluss die Entscheidung.