29.12.2017 16:48 Uhr - 1. Bundesliga - PM Nellingen, red

"Brauchen insgesamt mehr Konzentration": Nellingen zieht Positives aus Niederlage gegen Metzingen

Stefanie SchoenebergStefanie Schoeneberg
Quelle: Schwaben Hornets
Im Derby gegen die TuS Metzingen mussten sich die Bundesliga-Handballerinnen der Schwaben Hornets in der heimischen Hölle 1 mit 31:35 geschlagen geben. Zur Pause lag die Mannschaft von Coach Pascal Morgant mit 12:18 zurück, konnte den zweiten Durchgang jedoch verdient mit 19:17 für sich entscheiden und ein gutes Gefühl aus den 60 Minuten mitnehmen.

"Das war heute ein schwieriges Spiel für uns, deshalb war es wichtig, dass wir die beiden Punkte geholt haben. Vor allem in der zweiten Hälfte hatten wir in der Abwehr Probleme, das war in der ersten Hälfte noch ok. Wir haben versucht, offensiver zu decken und Bälle zu gewinnen, das hat jedoch nur am Anfang geklappt, was ich auch auf meine Kappe nehmen muss. Es ist gut, dass wir 35 Tore erzielt haben, aber die 31 von Nellingen sind natürlich zu viel. Es war schön, dass zu diesem Derby so viele Zuschauer gekommen sind", blickt TuS-Trainer Rene Hamann-Boeriths auf die 60 Minuten zurück, wo sein Team mit einem 9:1-Lauf mit 10:3 (13.) schnell in Führung lag und bis Mitte der zweiten Halbzeit auf neun Tore (28:19) davonzog.

"Vor dem Spiel unterschreibe ich natürlich keine Niederlage, denn das geht gegen mein Sportlerherz. Wir sind zufrieden, vor allem mit der zweiten Hälfte. In der ersten Viertelstunde haben wir noch zu sehr gekämpft, weil wir schwer in den Rhythmus gekommen sind, haben dann einiges umgestellt und sind besser ins Spiel gekommen. Wir konnten das Geschehen dann ausgeglichen gestalten und haben die zweite Hälfte für uns entschieden", so Morgant.

"Unser verändertes Spielsystem ist heute noch besser zur Geltung gekommen als gegen Bietigheim und das habe ich den Mädels auch schon in der Pause gesagt. Wir haben Tempo gemacht, es zum richtigen Zeitpunkt auch rausgenommen und sind vorne mutiger auf die Lücken gegangen. Das hat gegen eine Spitzenmannschaft wie Metzingen gut funktioniert und das müssen wir jetzt bei Bestand halten und auch gegen Bensheim abrufen. Die Stimmung heute war sensationell, deshalb ein großes Dankeschön an die Zuschauer", hat Hornets-Coach Pascal Morgant sehr viel Positives von seiner Truppe gesehen.

"Es war heute sehr anstrengend, hat aber trotzdem Spaß gemacht. Die Halle war heute supervoll und die Stimmung grandios. Es war gut, dass wir trotz des Rückstands immer weitergemacht und uns im Spiel entwickelt haben. Deshalb kommt das Ergebnis so zustande. Mit den 31 erzielten Toren können wir zufrieden sein, obwohl es natürlich mehr Spaß macht, wenn man gewinnt. Unser Rückraum war heute aggressiv und konnte sein Potenzial zeigen, dadurch haben Vivien Jäger und ich Platz am Kreis bekommen und waren anspielbar", erklärt Nellingens Kreisläuferin Stefanie Schoeneberg eine der Neuerungen im Spielsystem.

"In der zweiten Hälfte waren wir sowohl in der Abwehr als auch im Angriff besser, allerdings brauchen wir insgesamt mehr Konzentration. Wir werden von Spiel zu Spiel besser, spielen mehr mit dem Kreisläufer und sind dadurch schwerer auszurechnen, weil wir mehrere Angriffsmöglichkeiten haben", beschreibt Nellingens Linkshänderin Szimonetta Gera die Entwicklung der Mannschaft seit dem Beginn der Vorbereitung.