28.12.2017 11:57 Uhr - 1. Bundesliga - BSV, red

Buxtehuder SV empfängt Thüringer HC zum Topspiel

Lone FischerLone Fischer
Quelle: D. Lange, BSV
Die WM-Pause ist vorbei und auch der Buxtehuder SV startet wieder in die Saison. Der Pokalsieger empfängt am Donnerstag um 18 Uhr den bislang ungeschlagenen Tabellenführer Thüringer HC zum Spitzenspiel in der ausverkauften Halle Nord. "Das ist sicherlich ein absolutes Topspiel. Wir haben Respekt, aber wir wollen uns nur auf uns konzentrieren", sagte Trainer Dirk Leun vor der Partie. Das Topspiel ist im Livestream von Sportdeutschland.TV unter www.sportdeutschland.tv/hbf zu sehen.

Der Thüringer HC eilt in dieser Saison in der Liga von Sieg zu Sieg. Als einziges Team ist der einstige Serienmeister verlustpunktefrei und auch das erste Spiel nach der WM-Pause gegen Bensheim/Auerbach konnte der THC mit 37:24 gewinnen. Selbst die Mitfavoriten TuS Metzingen und Meister SG BBM Bietigheim mussten sich bereits der Mannschaft von Herbert Müller geschlagen geben. Besonders beim 29:22 gegen den deutschen Meister setzte der Serienmeister der vergangenen Jahre ein deutliches Ausrufezeichen. "Für mich ist der THC derzeit der Meisterfavorit. Es war schon bemerkenswert, wie die Mannschaft mit dem letzten Aufgebot gegen Bietigheim aufgetreten ist", so der BSV-Coach.

Als Thüringens große Stärken sieht Dirk Leun daher unter anderem die kämpferische Leistung sowie die Erfahrung des Champions League Teilnehmers. Ein weiteres Ausrufezeichen: Der Angriff des THC. Mit 232 Treffern kommt die beste Offensive der Liga und mit Iveta Luzumova (63 Tore) die zweitbeste Schützin in die Halle Nord. In den bisherigen beiden Auswärtsspielen gegen Oldenburg und Blomberg gelangen dem THC als Gast jeweils mindestens 30 Tore.

Auch der BSV kann auf starke Leistungen vor der WM-Pause zurückblicken und steht nach sechs Spielen mit 10:2 Punkten auf Tabellenplatz 4. Und dennoch kam die Pause vielleicht zum genau richtigen Zeitpunkt. Der BSV startete so etwas wie eine kleine Negativ-Serie: Ausscheiden im Europapokal und im DHB-Pokal sowie die erste Niederlage in der Liga gegen den VfL Oldenburg. "Wir sind zweimal hauchdünn ausgeschieden, das war schmerzhaft und ärgerlich, weil beides unnötig war. Einzig das Oldenburg-Spiel war wirklich schlecht, da haben wir nie zu unserem Spiel gefunden", sagt Leun über die letzten Spiele vor der WM-Pause.

Ein Sieg gegen die Thüringer würde die Mannschaft wieder "in die Erfolgspur bringen", wie Leun selbst sagt. Yara Nijboer steht dabei mit Kreuzbandriss natürlich weiterhin nicht zur Verfügung, allerdings wird Jessica Oldenburg nach Innenbandriss ihr Liga-Comeback geben.

Im Spitzenspiel der Liga hat der BSV die erste Möglichkeit, eine der Schwächen der vergangenen Saison auszubessern. Letze Saison holte der Pokalsieger gegen die Top 3 der Liga nur einen einzigen Punkt. "Um unser Ziel Platz 4 zu erreichen müssen wir Punkte holen, besonders Zuhause. Das gilt auch für Spiele gegen Metzingen, Bietigheim und Thüringen, wo wir letzte Saison nur einen Punkt geholt haben. Im Pokal gegen Metzingen hat man aber schon gesehen, dass wir noch ein Stücken näher dran sind", sagte Leun abschließend.