27.12.2017 12:16 Uhr - 1. Bundesliga - Südwestpresse - Wolfgang Seitz, PM Nellingen, red

"Ein Derby hat eigene Gesetze" - Metzingen gegen Nellingen gefordert

Marlene ZapfMarlene Zapf
Quelle: Mario Genzel
Nach dem Fest ist vor dem Fest. Mit dem 28:21-Sieg gegen Leverkusen ist die TuS Metzingen in eine sehr kurze Pause über die Feiertage gestartet. Jetzt ist Weihnachten kaum vorbei - und die TusSies spielen schon wieder. Heute Abend um 20 Uhr geht die Reise zum Nachbarn nach Ostfildern. Der TV Nellingen, Tabellenvorletzter mit 2:12 Punkten, empfängt den Tabellenzweiten aus Metzingen (12:2). Man kann es drehen und wenden wie man will: Die TusSies sind Favorit.

Spielführerin Anna Loerper wollte es am Samstag trotzdem nicht versäumen, mahnende Worte ans Team zu richten. "Nellingen bevorzugt ein sehr körperliches Spiel, darauf müssen wir uns einstellen. Natürlich zählt aber nichts anderes als ein Sieg." Julia Behnke griff ganz tief in die Kiste, in der verbotene Sätze versteckt sind. "Ein Derby hat eigene Gesetze", diktierte sie den Journalisten in die Blöcke. Trotzdem ist sie bereit, mit ihrem Team die Favoritenrolle anzunehmen, nebenher könne man auch noch ein bisschen Vorgeschmack auf das Pokal-Viertelfinale schnuppern, das am Samstag, 13. Januar, ebenfalls in Ostfildern über die Bühne geht.

Marlene Zapf warnt ebenfalls vor kampfstarken Gastgeberinnen, die ihre beiden Pluspunkte in eigener Halle gegen Frisch Auf Göppingen per 28:26-Sieg holten und gegen Dortmund nur denkbar knapp an Zählbarem vorbeischrammten (27:28), beim 30:32 in Oldenburg drauf und dran waren, eine Überraschung zu landen.

"Die kämpfen ums Überleben, das dürfen wir nicht vergessen, müssen deshalb von Anfang an fokussiert und konzentriert agieren", so die Rechtsaußen, die nach dem Kreuzbandriss von Kelly Vollebregt auf Mehrarbeit eingestellt ist. "Ich fühle mich fit, schaffe 60 Minuten, bekomme aber kleine Pausen." Gleichwohl bedauert sie natürlich den langen Ausfall ihrer Kollegin, mit der sie sich im bisherigen Saisonverlauf so gut ergänzt hat.

Für die Mannschaft von Hornets-Coach Pascal Morgant gilt es, an die zweiten 30 Minuten in der MHP-Arena anzuknüpfen. Außerdem sollten in der Abwehr frühzeitig die Angriffsaktionen des Teams von TuS-Trainer Rene Hamann-Boeriths unterbrochen werden, um möglichst wenig Spielfluss aufkommen zu lassen. "Wir haben am 26. trainiert und uns anschließend per Video auf das Spiel vorbereitet", spricht Morgant die Vorgehensweise vor der Partie an, "es wird nochmals ein anderes Spiel als in Ludwigsburg, denn wir brauchen einen guten Rückzug."

Wichtig wird sein, erneut mit einem guten Gefühl aus der Begegnung zu gehen, denn die Aufgabe drei Tage später an gleicher Stelle gegen Bensheim-Auerbach rückt trotzdem jetzt schon ins Blickfeld. "Unser Fokus liegt auf dem Duell mit den Flames, denn da brauchen wir ganz dringend die beiden Punkte, um uns erstmal von ihnen abzusetzen", erklärt der Kommandogeber.