31.03.2007 22:28 Uhr - 1. Bundesliga - Christian Stein - hbvf.de

Leverkusen besiegt personell geschwächte Oldenburgerinnen

Nadine Krause war beste Torschützin des AbendsNadine Krause war beste Torschützin des Abends
Quelle: sportseye.de


Dagmara Kowalska traf 8 mal bevor sie verletzt ausschiedDagmara Kowalska traf 8 mal bevor sie verletzt ausschied
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Zum Abschluss der Hauptrunde haben die Bayer 04-Handballdamen dank einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang gegen einen 29:19 (12:10) Erfolg gegen den personell geschwächten VfL Oldenburg eingefahren. Damit geht das Team als Tabellendritter in die Playoffs um die deutsche Meisterschaft, während die Gäste aus Norddeutschland die Hauptrunde auf dem siebten Platz beenden. Beste Torschützin auf Leverkusener Seite war Nadine Krause mit 11/4 Toren. Beim VfL traf Dagmara Kowalska (8) am häufigsten.

Die ersten neun Tore der Partie gingen auf das Konto von Nadine Krause auf der einen und Dagmara Kowalska auf der anderen Seite, ehe Denisa Glankovicova den Treffer zum 6:4 (10.) erzielen konnte. Oldenburg gelang es trotzdem die Partie ausgeglichen zu gestalten und nachdem sich beide Teams mehrere Minuten neutralisiert hatten und ohne Torerfolg blieben, ereilte Bayer der erste Rückschlag in dieser Begegnung, da sich Diane Roelofsen in einer Abwehraktion verletzte und fortan nicht mehr mitwirken konnte. „Ich habe die Hoffnung, dass es nicht ganz so schlimm ist und Diane über die Osterpause wieder fit wird.“, sagte Renate Wolf zur Verletzung ihrer Kreisläuferin.

Oldenburg überstand sogar kurz danach dank der Paraden von Fleischer eine Unterzahlsituation nach einer Zeitstrafe im Angriff gegen Kowalska und die Polin glich prompt nach ihrer Rückkehr zum 8:8 (20.) aus. Kurze Zeit später brachte die Rückraumakteurin die Gäste sogar in Führung, doch Krause auf der Gegenseite glich sofort aus.

Die Chance zur Führung vergab die zur Welthandballerin des Jahres nominierte Nationalspielerin, als sie bei einem Siebenmeter an Zornow scheiterte. Diese erzielte kurze Zeit später jedoch Yvonne Fillgert, worauf Gästetrainer Krowicki mit einer Auszeit reagierte, um sein Team auf die Schlussphase des ersten Durchgangs vorzubereiten.

In den Unterzahlsituationen nahm Leverkusen Torhüterin Sabine Englert zu Gunsten einer weiteren Feldspielerin vom Feld, aber nur einmal kurz nach dem Seitenwechsel wirkte sich diese Maßnahme negativ für die Werkselfen aus, als Michaela Seiffert als Spielerin mit dem Leibchen ein Stürmerfoul gepfiffen bekam und Diane Lamein zum 12:12 (31.) ins Bayer-Gehäuse traf.

Wieder vollzählig stand jedoch die Abwehr im zweiten Durchgang kompakt und ging mit 15:12 (34.) in Führung. Der Vorsprung hätte durchaus noch größer sein können, doch die Werkselfen scheiterten mehrfach an Fleischer, so dass Kowalska mit einem Doppelpack der Anschlusstreffer gelang.

In der Folgezeit verzweifelten die Gäste jedoch regelrecht am Leverkusener Deckungsverbund die durch Seiffert und Krause auf 19:14 (42.) davonzogen. Da der VfL durch die dritte Zeitstrafe Jana Oborilova verlor, war Leszek Krowicki wenig später zu einer erneuten Auszeit gezwungen und brachte auf dem rechten Flügel Frauke Heeren aus der eigenen Jugend.

Oldenburg gelang es aber nicht mehr die Partie zu wenden. Stattdessen konnte Bayer schon anfangen für die Galerie zu spielen. Loerper bediente Fillgert, die per Kempatrick das 24:15 (50.) erzielte. Für die Schlussphase kam nun noch Heike Zornow ins Oldenburger Tor, doch auch die routinierte Torfrau konnte die erste zehn Tore Führung durch Seiffert zum 26:16 (53.) nicht verhindern.

Kurz danach verloren die Gäste nach einem Foul von Loerper mit Kowalska auch noch ihre beste Torschützin wegen einer Knöchelverletzung. Der bereits verwarnte Krowicki beschwerte sich bei den Schiedsrichtern und da diese das ihren Mitspielern geltende aufmunternde Klatschen von Torhüterin Zornow als höhnischen Beifall empfanden, musste die Torfrau auch das Parkett in der Haberland-Halle verlassen.

In doppelter Überzahl zog Bayer schon auf 29:17 davon, ehe Oldenburg, bei dem auch noch Dirks und Balthazar ihr Bundesligadebüt feierten, durch zwei Tore von Kathrin Scholl zum Endstand von 29:19 verkürzen konnte.

„Wir haben zwei unterschiedliche Halbzeiten gesehen. Mit der Ersten war ich überhaupt nicht zufrieden, da gab es dann die passenden Worte in der Kabine und in der Zweiten war es dann besser. Ich bin am Ende zufrieden und denke das Ergebnis geht in Ordnung“, resümierte Renate Wolf nach dem Spiel.