18.12.2017 14:51 Uhr - 2. Bundesliga - PM Nürtingen, red

Nürtingen holt sich Punkte gegen die SG H2Ku Herrenberg

Celina Eileen MeißnerCelina Eileen Meißner
Quelle: Marco Schulz
"Endlich" - das dürfte das kollektive Empfinden im Lager der Nürtinger Zweitligahandballerinnen gewesen sein nach dem 26:22-Erfolg im Schwäbischen Derby gegen die SG H2Ku Herrenberg. In einer umkämpften Partie, in der die Abwehrreihen dominierten, setzte sich das Team von Stefan Eidt schließlich verdient durch und bescherte sich im letzten Heimspiel des Kalenderjahrs mit zwei Punkten unterm Weihnachtsbaum.

Die Kuties reisten mit der Empfehlung eines Unentschiedens bei den Kurpfalz Bären in der Woche zuvor an, doch Herrenberg fand überhaupt nicht ins Spiel. Die Anfangsphase war geprägt von technischen Fehlern und Fehlwürfen auf beiden Seiten und es dauerte bis zur sechsten Spielminute, ehe Verena Breidert per Strafwurf den Bann gebrochen hatte, und ihre Farben in Führung brachte. Nachdem Lisa Wieder das 2:0 erzielte, durfte die Herrenberger Bank auch endlich jubeln - Saskia Putzke traf ebenfalls per Strafwurf. Durch zwei weitere Treffer durch Breidert und Wieder erhöhte die TGN sogar auf 4:1, was Gästetrainer Nwagbara zur ersten Auszeit veranlasste (13.).

Doch der nächste Treffer gehörte erneut den Gastgeberinnen in Person von Nicole Lederer. Und so dauerte es tatsächlich bis zur 15. Spielminute, bis Herrenberg durch Beddies das erste Feldtor für ihr Team erzielen konnte (5:2). Dies war auch mit ein Verdienst von Celina Meißner im Tor der TGN, die eine starke Partie ablieferte und etliche Würfe parieren konnte. Doch dieser Treffer schien ein Signal für die SG gewesen sein. Zwei weitere Putzke-Tore brachten Herrenberg auf ein Tor heran und die Partie war wieder eng. Fünf Minuten vor der Pause nahm dann auch TG-Trainer Stefan Eidt beim Stand von 7:5 seine Auszeit um sein Team auf die Schlussphase der ersten Spielhälfte einzustellen.

Nina Fischer erzielte das 8:5, wurde jedoch kurz darauf von den nicht immer souverän leitenden Schiedsrichtern für zwei Minuten auf die Bank geschickt. Kerstin Foth verkürzte daraufhin per Strafwurf, doch Ana Petrinja per Schlagwurf festigte die Führung (9:6, 28.). Lea Neubrander brachte ihr Team wieder heran und als Julia Bauer kurz vor der Pause noch auf die Bank geschickt wurde, verwandelte Saskia Putzke den fälligen Strafwurf zum 9:8-Halbzeitstand.

Die zweite Spielhälfte begann wie die erste mit einem Siebenmetertor durch Verena Breidert. Eine Zeitstrafe gegen Petrinja nutzte Lea Neubrander zum Anschluss, doch Wieder, Bauer und Cleve brachten die TG Nürtingen erneut mit vier Treffern in Front. Doch damit nicht genug, Verena Breidert, mit 10/4 Toren mal wieder erfolgreichste Werferin an diesem Abend, erzielte per Strafwurf erstmals eine Sechs-Tore-Führung (16:10, 44.) und nährte berechtigte Hoffnungen beim TGN-Anhang auf einen möglichen Erfolg. Eine erneute Strafzeit gegen Petrinja nutzte die SG H2Ku zu vier schnellen Toren in Folge und nur zweieinhalb Minuten später war der schöne Vorsprung dahin (16:14, 46.). Doch die Befürchtungen des TG-Anhangs ob des drohenden Kippens der Partie waren unbegründet. Nina Fischer per Tempogegenstoß brach den Bann und traf zum 17:14.

Ein abgezockter Heber beim Strafwurf durch Yvonne Rolland läutete dann die letzten zehn Spielminuten ein (19:15, 51.). Und diesen Vier-Tore-Vorsprung verteidigten die Gastgeberinnen bis zur 56. Minute. Dann wurde Denise Kunicke für eine Abwehraktion bei einem Gegenstoß der Gäste disqualifiziert und Saskia Putzke verwandelte den fälligen Strafwurf zum 21:19-Anschluss. Doch Verena Breidert übernahm nun Verantwortung, zeigte Ihre Klasse und traf zweimal aus dem Rückraum (23:19, 58.). Damit war die Vorentscheidung gefallen. Auch eine offensive Deckung brachte die TGN nicht mehr aus dem Konzept. Bauer, Breidert und Fischer bei Gegentreffern von Klein und Lea Neubrander machten den Deckel auf die Partie. Der letzte Treffer der Partie blieb Saskia Putzke vorbehalten, die auch ihren siebten Strafwurf sicher zum 26:22-Endstand verwandelte. Danach folgte ausgelassener Jubel der TG Nürtingen mit Ihren Fans.

Durch diesen Erfolg schaffte die TG Nürtingen wieder den Anschluss an das Tabellenmittefeld und kann mit einem positiven Erlebnis in die Feiertage gehen. Zufrieden war auch Coach Stefan Eidt nach der Partie, da sich seine Mannschaft für die gute Abwehrarbeit endlich einmal belohnen konnte. Zum Jahresabschluss darf die TG Nürtingen noch einmal auf große Reise gehen. Am 30.12. ist man beim SV Werder Bremen zu Gast. Dort will man nun den Schwung des Erfolgs mitnehmen und die dortige Erfolgsserie fortsetzen.