11.12.2017 16:12 Uhr - Weltmeisterschaft - chs

Polen gewinnt Presidents Cup

Polen mit dem "Presidents Cup"Polen mit dem "Presidents Cup"
Quelle: sportseye.de
Versöhnlicher Abschluss für Wildcard-Teilnehmer Polen bei der Weltmeisterschaft in Deutschland. Das Team von Leszek Krowicki besiegte im Finale des Presidents Cup Brasilien mit 29:27 (15:13). Karolina Kudlacz-Gloc erhielt aus den Armen von IHF-Präsident Hassan Moustafa und DHB-Präsident Andreas Michelmann den Pokal. Die Bietigheimerin wurde mit ihren sieben Toren auch als beste Spielerin der Partie ausgezeichnet. Die meisten Treffer setzte Brasiliens Rechtsaußen Marianna Costa mit acht Toren.

Polen erwischte gleich zu Beginn den besseren Start in die Partie, erzielte die ersten beiden Treffer der Partie und setzte sich über eine gute Abwehrarbeit auf vier Tore (6:2) ab. Erst danach kam der Weltmeister von 2013 langsam in Schwung, kam über eine variable Spielanlage unter Einbeziehung der Flügelspieler und mit Einsatz der zusätzlichen Feldspielerin immer wieder heran.

Costa gelang von Rechtsaußen das zwischenzeitliche 8:6 (18.) und Dayane da Rocha sogar der Anschlusstreffer (11:10). Leszek Krowicki nahm nun eine Auszeit, sortierte Abwehr und Angriff neu und hatte damit Erfolg. Die Rückraumreihe mit Aleksandra Zych, Romana Roszak und Karolina Kudlacz-Gloc warf erneut einen Drei-Tore-Vorsprung heraus, ehe Ana Paula Rodrigues dann vom Strich zum 15:13-Halbzeitstand traf.

Im zweiten Durchgang rissen die Polinnen dann zunächst die Kontrolle über das Geschehen an sich, Kudlacz-Gloc konterte zum 19:15 (37.), Janiszewskas Gegenstoß zum 23:18 (42.) erzwang dann eine Auszeit von Brasiliens Coach Jorge Duenas. Doch der Lauf der Polinnen ließ sich noch nicht stoppen, die nach den Ausfällen der Kreisläuferinnen Joanna Drabik und Joanna Szarawaga kurzfristig nachnominierte Hanny Rycharska stellte nach Anspiel von Kudlacz-Gloc beim 26:19 (46.) den größten Vorsprung heraus.

Die Partie, die vor der mageren Kulisse von nicht einmal 250 Zuschauern in der Arena Leipzig ausgetragen wurde, schien entschieden. Brasiliens erste Garnitur versuchte noch einmal das Blatt zu wenden und erzwang über die Abwehrarbeit technische Fehler der Polinnen. Knapp sieben Minuten vor dem Ende wurde dann Co-Trainer Sergio Graciano wegen zu verhementer Kritik des Feldes verwiesen. Brasiliens Lauf hielt aber weiter an, Dayane da Rocha sorgte knapp achtzig Sekunden vor dem Ende mit dem Anschlusstreffer zum 28:27 noch einmal für Spannung. Leszek Krowicki nahm seine letzte Auszeit, Polen spielte den nächsten Angriff diszipliniert aus und Kinga Achruk brach zur Entscheidung durch.