10.12.2017 11:11 Uhr - 2. Bundesliga - PM Kurpfalz Bären, red

Herrenberg erkämpft Punkt bei Kurpfalz Bären

Carmen MoserCarmen Moser
Quelle: Kurpfalz Bären
Auch im dritten Spiel hintereinander konnten die Kurpfalz Bären gegen die "Kuties" aus Herrenberg nicht gewinnen. Das Team, das seit dieser Saison von Ogujiuba Nwagbara trainiert wird, konnte zwar nicht einmal in Führung gehen, hatte aber mit dem letzten Angriff sogar die Chance auf einen Sieg. Dabei sah es lange danach aus, als ob die Bären auch dieses Spiel gewinnen würden. Nach 40 Spielminuten hieß es 18:13 für den Gastgeber. Doch Herrenberg ließ sich einfach nicht abschütteln. Insbesondere Lea Neubrander und Kerstin Foth sorgten aus dem Rückraum für die Anschlusstore und letztendlich den verdienten 24:24-Endstand.

Im Ketscher Lager war man sich nach Spielschluss darüber einig, dass dies weiniger ein Punktgewinn war, sondern eher ein Punktverlust. Dennoch wussten Trainer und Mannschaft nicht so recht, wie das Spiel zu bewerten ist. "Heute haben wir unseren Rhythmus nur selten gefunden, natürlich auch ein Verdienst der starken gegnerischen Abwehr. Dennoch wäre ein Sieg möglich gewesen, doch wir scheiterten Mitte der zweiten Halbzeit zu oft an Pfosten oder Latte", so Trainerin Kate Schneider, die resümierte: "Wir haben in der zweiten Hälfte zu viele Chancen liegen lassen." Eine starke Leistung bescheinigte die Trainerin Sabine Stockhorst, Carmen Moser und Elena Fabritz.

Mit 4:1 gingen die Gastgeberinnen in Führung, und nach dem 14:12 Pausenstand zogen die Bären auf 17:12 davon. Doch Herrenberg wurde seinem Ruf, stets für enge Ergebnisse zu sorgen, gerecht. Auch wenn die etatmäßige Haupttorschützin, Sulamith Klein, in Schach gehalten werden konnte, blieben die Gäste hartnäckig dran und kamen Zug um Zug immer dichter an Ketsch heran. Das Spiel litt allerdings unter der mangelhaften Leistung des Schiedsrichtergespanns, das keinerlei Linie hatte und auf beiden Seiten für Kopfschütteln sorgte. Während sich die Kurpfalz Bären davon stark beeindrucken ließen, wirkte das Herrenberger Team vor 480 Zuschauern abgezockter und sicherte sich einen wichtigen Punkt, um im Spitzenfeld der zweiten Liga zu bleiben.

Am kommenden Samstag (ab 18 Uhr) messen sich die Bären (16:4 Punkte) mit Waiblingen/Korb (11:7 Punkte). Beide Mannschaften gelten als die gefährlichsten Widersacher des Tabellenführers Buchholz-Rosengarten, zumal der Mannschaft des Trainergespanns Jürgen Krause und Kerstin Zimmermann das Kunststück gelang, dem Spitzenreiter die einzige Niederlage - und das in Buchholz - beizubringen. Nach dem Punktverlust gegen Herrenberg brennen die Bären natürlich darauf, diese Scharte wettzumachen. Aber einfach wird dies sicherlich nicht, da auch die Mannschaft aus Württemberg einen schnellen und attraktiven Handball spielt.