08.12.2017 08:02 Uhr - Weltmeisterschaft - Felix Buß

"Sehr enttäuscht" - Drei Fragen an ... Polens Kapitänin Karolina Kudlacz-Gloc

Karolina Kudlacz-GlocKarolina Kudlacz-Gloc
Quelle: Marco Schultz
Die polnische Nationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft 2017 vorzeitig ausgeschieden. Das wichtige Spiel gegen Ungarn ging mit 27:30 (11:13) verloren und die letzten theoretischen Hoffnungen tilgte dann ein Sieg der Schwedinnen gegen Argentinien. Kapitänin Karolina Kudlacz-Gloc sprach nach der Niederlage über die Partie, ihren Kopftreffer und die Unterstützung in der Halle.

Karolina, ihr habt mit 28:31 gegen Ungarn verloren und könnt euch nicht mehr für das Achtelfinale qualifizieren. Wie beurteilst du dieses Entscheidungsspiel?

Karolina Kudlacz-Gloc:
Wir haben gegen Ungarn alles gegeben und gekämpft bis zur letzten Sekunden. Wir waren auf alle Spiele bei der Weltmeisterschaft, auch heute, gut vorbereitet. Wir wussten, was unser früherer Trainer Kim Rasmussen denkt und was er ungefähr vorhat. Er hat leider alles ausgenutzt. Wir konnten uns nicht dagegenstellen. Ungarn hatte mehr Argumente auf seiner Seite und hat gewonnen gegen uns. Ich bin sehr traurig, weil unsere Mannschaft großes Potenzial hat. Wir sind eine gute Truppe. Ich als Kapitänin bin sehr enttäuscht, dass wir unser Ziel nicht erreicht haben.

Du wurdest nach 40 Minuten am Kopf getroffen und warst wohl auch kurz benommen. Du hast dann aber noch einmal ins Spiel eingegriffen. War das nicht sehr gefährlich?

Karolina Kudlacz-Gloc:
Ich bin eine Person, die bis zum Ende kämpft, egal, ob es ein gesundheitliches Risiko ist oder nicht. Sport geht immer mit Risiken einher. Ich habe gleich gesagt, dass ich bereit bin. Ich spreche ziemlich rational. Ich hoffe, es ist alles gut.

Du spielst bei der SG BBM Bietigheim, bist also hier eine Lokalmatadorin. Hast du die Unterstützung gespürt?

Karolina Kudlacz-Gloc:
Natürlich habe ich gespürt, dass meine Familie da war. Sie haben mich unterstützt. Ich habe meinen Sohn und meinen Mann fast jeden Tag gesehen. Ich habe versucht, Persönliches und Sport zu trennen und gezielt Zeiträume für meine Familie gesetzt.