08.12.2017 09:07 Uhr - Weltmeisterschaft - etb

"Niederlande sind ein harter Brocken": Clara Woltering im Interview

Clara Woltering und Angie GeschkeClara Woltering und Angie Geschke
Quelle: Michael Schmidt
Für Clara Woltering war das WM-Vorrundenspiel gegen China ein besonderes, denn mit einem Treffer ins leere Tor, als die Chinesinnen in Unterzahl mit der zusätzlichen Feldspielerin agierten, machte sie ihr erstes Länderspieltor. Nach dem 24:9 freute sie sich natürlich auch über die beiden weiteren Punkte auf dem WM-Konto...

Gestern gab es einen klaren Sieg gegen China. Wie sieht deine Einschätzung zum Spiel aus?

Clara Woltering:
Wir haben uns in der Deckung sehr gut präsentiert, im Angriff hatten wir einige Latten- und Pfostentreffer und auch einige Abspielfehler sind uns noch passiert. Ich denke, dass das in so einem Spiel normal ist. Letztendlich sind wir froh, dass wir das Spiel so fokussiert angegangen sind, dass man zu keiner Zeit irgendwie Angst haben musste, dass das vielleicht in die Hose gehen kann. Also von daher haben wir unsere Aufgabe gelöst und es ist schön wieder zwei Punkte eingefahren zu haben.

Im zweiten Anlauf hat es gegen China dann auch mit deinem ersten Länderspieltor geklappt. Wolltest du unbedingt treffen?

Clara Woltering:
Wenn ich es nicht dann probiere, weiß ich auch nicht (lacht). Ich bin ja nun schon lange dabei. Damals war das noch nicht so üblich, dass der Torhüter rausgegangen ist, dementsprechend hatte ich natürlich auch nicht so viele Chancen, auf meine Tore zu kommen. Aber jetzt habe ich es in der Champions League, in der Bundesliga und auch bei der Nationalmannschaft geschafft.

Heute Abend geht es gegen die Niederlande. Worauf wird es in diesem Spiel bei euch ankommen, um erfolgreich zu sein?

Clara Woltering:
Die Niederlande sind natürlich schon ein harter Brocken. Sie kommen über ihr schnelles Spiel, also müssen wir natürlich vorne schon verantwortungsvoll mit dem Ball umgehen, sodass sie nicht zu einfachen Kontern eingeladen werden. Wir müssen uns in der Abwehr weiterhin stark präsentieren und vorne noch abschlussfreudiger beziehungsweise noch kühner vorm Tor sein. Dann kann das ein tolles Spiel werden. Aber ich gehe so oder so davon aus, dass es eine tolle Atmosphäre gibt und dass es eh ein gutes Spiel wird.

Das Achtelfinale ist ja bereits gebucht. Nimmt euch das den Druck oder führt das eher dazu, dass es schwerer wird, sich auf dieses Spiel zu fokussieren?

Clara Woltering:
Man kann sicherlich sagen, dass die Anspannung etwas geringer ist, weil wir uns zum Glück schon für das Achtelfinale qualifiziert haben. Das ist schon ein Vorteil, wenn man den Druck nicht noch im letzten Spiel hat. Aber trotzdem wollen wir uns natürlich weiterentwickeln und wir werden genauso an dieses Spiel herangehen, wie an die anderen Spiele auch. Wenn wir das Spiel positiv für uns gestalten können, haben wir natürlich auch Rückenwind für das Achtelfinale.