07.12.2017 14:40 Uhr - Weltmeisterschaft - etb

"Für mich auch toll, dort auf der Bank zu sitzen": Drei Fragen an... Antje Lauenroth

Antje LauenrothAntje Lauenroth
Quelle: Michael Schmidt
Für Antje Lauenroth gab es gestern gegen China mehr Spielzeit. Nach einem Kurzeinsatz gegen Kamerun, stand sie bei ihrem zweiten WM-Spiel auf dem Feld und erzielte zwei Tore beim deutlichen 24:9-Erfolg für die deutsche Mannschaft, bei der die Kreisläuferin von Michael Biegler auf der Linksaußenposition eingesetzt wird. Mit handball-world sprach sie über das vergangene Spiel, darüber wie es ist bei der WM dabei zu sein und über die kommende Partie gegen die Niederlande...

Hallo Antje, wie schätzt du den gestrigen 24:9-Sieg gegen China ein?

Antje Lauenroth:
Mit den neun Gegentoren kann man sehr zufrieden sein. Es ist natürlich ärgerlich, dass wir zum Ende hin dann noch relativ viele bekommen. Ich denke, sieben oder sechs wären auch ausreichend gewesen.

Wir hatten uns eigentlich noch mehr vorgenommen Tempo zu spielen, mehr Tore aus der zweiten und ersten Welle zu machen. Das ist uns leider nicht ganz so geglückt, daher auch nur 24 Treffer.

Ansonsten wollten wir das Spiel nutzen, um ein paar Sachen auszuprobieren, da wir das Achtelfinale ja schon gebucht hatten. Es hat zwar noch nicht alles so glatt funktioniert in den verschiedenen Konstellationen, aber mit der starken Abwehr- und Torhüterleistung kann man zufrieden sein.

Du hattest noch nicht so viele Einsatzzeiten in den vier Spielen. Wie hast du das Turnier bisher erlebt?

Antje Lauenroth:
Für mich ist es erstmal ein super Erfolg, in dem nominierten Kader zu sein. Darauf hatte ich gehofft und mir das sehr gewünscht, aber ich hatte nicht damit gerechnet. Von daher ist es für mich auch toll dort auf der Bank zu sitzen und wenn es sich ergibt, auch auf dem Feld etwas beizutragen.

Gegen Südkorea haben wir eine super Leistung gebracht und man hat gesehen, wozu wir fähig sind. Ich denk, jeder Gegner wird es gegen uns schwer haben. Und ich hoffe, wenn wir unsere Leistung aufs Parkett bringen, dass wir auch weit kommen.

Als nächstes geht es nun im letzten Vorrundenspiel gegen die Niederlande. Wie geht ihr in das Spiel?

Antje Lauenroth:
Heute im Laufe des Tages werden wir uns gut vorbereiten. Wichtig wird es wieder sein, eine gute Abwehr zu stellen, deren Tempogegenstöße und die zweite Welle zu verhindern. Aber im Rückzug sind wir sehr gut aufgestellt, das ist eine unserer Stärken. Für uns wird es aber wichtig sein, im Angriff mehr Durchschlagskraft zu haben und eben auch leichtere Tore zu erzielen. Ich denke, in dem Spiel ist alles möglich und wir wollen auf jeden Fall gewinnen. Ob es am Ende reicht, werden wir dann sehen.