07.12.2017 11:41 Uhr - Weltmeisterschaft - PM Veranstalter

"Richtige Entscheidung" - Trier wartet heute auf den 20.000 WM-Besucher und weitere Achtelfinalisten

Die spanische Deckung versucht Rumänien zu stoppenDie spanische Deckung versucht Rumänien zu stoppen
Quelle: Arena Trier/Jürgen Brech
In Trier lösten Rumänien und Frankreich bereits am dritten Spieltag der Gruppe A der Weltmeisterschaft ihr Ticket für das Achtelfinale, Slowenien und Spanien sind kurz davor und wollen am heutigen vierten Spieltag folgen. Der Veranstalter verspricht zudem: "Wer als 20.000 Fan in der Arena gezählt wird, erhält ein handsigniertes Trikot der deutschen Nationalmannschaft und ein Fanpaket."

Drei von fünf Spieltagen der Frauen-Handball-Weltmeisterschaft sind in der Arena Trier absolviert - und schon stehen die ersten beiden Achtelfinal-Teilnehmer fest: Durch ihre Siege am Dienstag haben sich Rumänien und Frankreich bereits für die K.O.-Runde qualifiziert. Die Rumäninnen gewannen vor einer "Heim-Kulisse" ihr drittes Spiel mit 19:17 gegen Spanien und sind das einzige weiter verlustpunktfreie Team in Trier. Frankreich setzte sich gegen Paraguay durch und hat mit vier Punkten ebenfalls das Weiterkommen sicher.

Auch die beiden noch offenen Achtelfinal-Tickets sind eigentlich schon an Slowenien und Spanien (beide ebenfalls vier Punkte) vergeben - denn die weiter punktlosen Teams aus Angola und Paraguay haben nur noch mathematisch die Chance aufs Weiterkommen. Doch diese wollen sie am heutigen Donnerstag ergreifen.

Rund 3000 Fans kamen am Dienstag zu den beiden Sessions - und somit hat sich vor dem spielfreien Mittwoch die Zahl der verkauften Tickets auf über 19.000 erhöht. Am Donnerstag, spätestens aber Freitag wird die Marke von 20.000 WM-Besuchern geknackt. Und für den 20.000 Zuschauer hat sich das Lokale Organisationskomitee etwas Besonderes einfallen lassen: er oder sie erhält ein von allen Spielerinnen signiertes Originaltrikot der deutschen Frauen-Handball-Nationalmannschaft sowie ein Arena-Fanpaket.

20.000 Fans bedeuten eine durchschnittliche Auslastung von 2000 Besuchern pro Session. "Das ist eine herausragend", sagt Wolfgang Esser, LOK-Chef und Arena-Geschäftsführer: "Das zeigt, dass es genau die richtige Entscheidung war, sich als WM-Spielort zu bewerben." Am Dienstagabend stellten wieder Franzosen und Rumänen die größten Fangruppen, beim Mittagsspiel Slowenien - Angola waren es hunderte Kinder, die als Schulklassen oder mit ihren Sportvereinen zur WM gekommen waren. Die Sparkasse Trier hatte 500 Karten für die Mittagssessions erworben und an Kinder und Senioren verteilt.

Während die Partie Frankreich gegen Paraguay nur bis zur Pause (14:10) spannend war, ehe der Olympiazweite durchstartete und danach nur noch drei Tore zuließ und 35:13 gewann, waren die beiden anderen Dienstagsspiele hochklassig und teilweise dramatisch. Bis zur 47. Minute und dem 24:23 war die Partie Slowenien gegen Angola völlig offen, dann brach der Afrikameister völlig ein und kassierte sechs Tore in Folge. Beim 30:23 war die Messe gelesen, am Ende hieß es 32:25.

Noch spannender ging es im letzten Spiel zu, als Rumänien vor allem von den erneut über 500 frenetischen Fans profitierte, die das Team nach vorne schrien. Spanien war bis zum Ende auf Augenhöhe, doch schließlich waren es die acht Treffer von Welthandballerin Cristina Neagu, die den Unterschied machten. Sie drehte eine 2:4-Rückstand im Alleingang in ein 9:6 für den WM-Dritten von 2015. Doch Spanien gab nicht auf, drehte die Partie nochmals und lag fünf Minuten vor Schluss 17:16 in Führung. Doch mit den letzten drei Treffern sorgte Rumänien für einen wahren Jubelorkan auf den Rängen und gewann 19:17."Dieses Spiel hatte keinen Verlierer verdient. Es war eine hochklassige Auseinandersetzung zweier Spitzenmannschaften", sagte Ambros, der spanische Trainer von Rumänien.

Während Rumänien am heutigen Donnerstag in Trier gegen Angola spielt, steht als Höhepunkt die Partie Frankreich gegen Spanien auf dem Programm, zudem trifft Slowenien auf Paraguay. "Für beide Sessions am Donnerstag sowie das Freitags-Mittagsspiel sind noch Karten in allen Kategorien erhältlich, für Freitagabend gibt es nur noch Stehplätze", so der Ausrichter, der zudem noch eine Extra-Aktion als "Danke" startete: Für die beiden Mittagsspiele Paraguay gegen Slowenien am Donnertag und Angola gegen Paraguay am Freitag (Anwurf jeweils 14 Uhr) erhält jeder Zuschauer eine Freikarte, der beim Einlass eine Eintrittskarte für ein vorheriges WM-Spiel vorzeigen kann.

"Mit dieser Aktion wollen wir die Fans belohnen, die bei den bisherigen Partien für eine volle Arena und eine tolle Stimmung gesorgt haben", betont WM-Projektleiterin Julia Lewen. Das Prozedere ist ganz einfach: Nur die Eintrittskarte einer früheren Session am Eintritt vorzeigen. Diese Freikarten gelten nur für die jeweiligen Nachmittagsspiele.