05.12.2017 19:30 Uhr - Weltmeisterschaft - etb

Achtelfinale gebucht: Deutschland nach hartem Kampf mit Unentschieden gegen Serbien

Emily Bölk gab gegen Serbien ihr WM-DebütEmily Bölk gab gegen Serbien ihr WM-Debüt
Quelle: Michael Schmidt
Nach einem engen Spiel holte sich die deutsche Nationalmannschaft beim 22:22 (9:11) einen Punkt gegen Serbien. Nach einem 5:1-Blitzstart, verlor die Biegler-Sieben im ersten Durchgang ein wenig den Faden und lag im zweiten Durchgang beim 13:16 mit drei Treffern zurück. Die Ladies behielten jedoch die Nerven, blieben auch in doppelter Unterzahl ohne Gegentreffer und Jenny Karolius warf ihre Mannschaft beim 22:21 gut eine Minute vor dem Abpfiff in Führung. Kramarczyk hatte den nächsten Ball und Deutschland die Chance auf den Sieg. Der Ball ging jedoch verloren und Cvijic ließ ihre Mannschaft über einen Punkt jubeln. Das Unentschieden beschert zudem dem DHB-Team den sicheren Einzug in das Achtelfinale.

Im Topduell der Gruppe D zwischen Deutschland und Serbien, beide Teams sind mit 4:0 Punkten in die WM gestartet, zeigten die Ladies eine beeindruckende Anfangsphase. Zwei Mal Geschke, erst aus dem Rückraum, dann beim Gegenstoß ins leere Tor und es stand 2:0. Die deutsche Abwehr agierte aggressiv und war gut auf den Gegner eingestellt. Zudem konnte Woltering gleich zu Beginn mit einigen Paraden überzeugen. So sorgten Huber und Loerper für das 4:1 (8.). Als kurz darauf Huber das 5:1 (9.) markierte, nahm Obradovic die Auszeit.

Die Worte und die Umstellungen des Trainers schienen gefruchtet zu haben. Die Serbinnen stellten die Deutschen mit einer offensiven Abwehr vor neue Herausforderung. Die Mannschaft hatte mit dieser Variante Probleme. Zunächst netzte Gubernatis zwar zum 6:2 ein, doch nach dem 7:4, Angie Geschke brachte von außen einen Heber im Tor unter, glich Serbien nach einem 3:0-Lauf zum 7:7 aus. Großen Anteil daran hatte Katarina Krpez Slezak, die in der 15. Minute bereits zum vierten Mal den Ball ins Tor brachte. Michael Biegler reagierte und betätigte den roten Buzzer.

Xenia Smits markierte dann auch das 8:7 (20.). In Überzahl, Geschke musste für zwei Minuten auf die Bank, glich Serbien erneut aus. Kurz darauf sorgte Slezak vom Siebenmeterstrich beim 8:9 (23.) sogar für die erste Führung der Serbinnen und Mansson musste zudem zwei Minuten auf die Bank. Die eingewechselte Kerstin Wohlbold fand allerdings die Lücke und traf zum 9:9. Es war ein Bruch im Spiel der Deutschen erkennbar. Serbien zog auf 9:11 davon (27.). Als Serbien die Chance hatte auf drei Tore davonzuziehen, war Katja Kramarczyk zur Stelle und vereitelte den nächsten Siebenmeterversuch von Slezak. Die deutsche Mannschaft konnte jedoch nicht mehr einnetzen und so ging es beim 9:11 in die Kabinen.

Auch im zweiten Durchgang war es eine enge Kiste. Kramarczyk war zur Stelle und nach dem 10:11-Anschluss stellte Karolius beim 11:11 (36.) den Ausgleich her. Serbien hatte eine Antwort parat und legte zwei schnelle Treffer nach: 11:13 (37.). Biegler beschwerte sich aufgrund einiger fragwürdiger Entscheidungen der Schiedsrichterinnen und so gab es eine gelbe Karte gegen die Bank. Gubernatis übernahm Verantwortung und sorgte nach einer Drehung für das 12:13. Mansson legte aus dem Rückraum das 13:14 nach. Serbien gelang es aber in Überzahl die deutsche Abwehr zwei Mal auszuspielen und beim 13:16 (40.) rief Michael Biegler seine Ladies zusammen.

Svenja Huber verringerte den Abstand beim 14:16 noch in Unterzahl auf zwei, Kramarczyk war da, doch Radojevic tanzte die deutsche Abwehr aus und erhöhte erneut. Smits und Fischer verkürzten. Die Deutschen kämpften und blieben dran. Svenja Huber machte das 17:18 (45.) und Lavko musste nach einem Foul für zwei Minuten auf die Bank und die Ladies waren nun in Überzahl, konnten diese jedoch nicht nutzen. Erst als Karolius einen Siebenmeter rausholte und Huber sicher verwandelte war in der 48. Minute der Ausgleich da.

Karolius musste nach einem angeblichen Foul gegen Cvjic für zwei Minuten vom Feld, zum Unverständnis der deutschen Bank und der Halle. Damnjanovic war sicher beim Siebenmeter, 18:19. Darauffolgend waren dann die deutschen Frauen für zwei Minuten in der Überzahl, denn auch Radojevic erhielt eine Zeitstrafe und Fischer netzte von außen ein. Es war ein Spiel auf Messers Schneide, beide Teams schenkten sich nichts. Als Biegler sich erneut über eine Schiedsrichterentscheidung beschwerte und ein Zeitstrafe erhielt, mussten die Ladies eine doppelte Unterzahl überstehen, denn zuvor musste bereits Gubernatis vom Feld. In der Abwehr rührten die vier verbliebenen Spielerinnen Beton an und Kramarczyk entschärfte den Wurf.

In nun eigener Überzahl, Cvijic war unten, marschierte Karolius durch die Lücke und glich zum 20:20 aus. Noch vier Minuten waren auf der Uhr. Serbien brachte die zusätzliche Feldspielerin und Damnjanovic traf. Smits holte auf der Gegenseite einen Siebenmeter heraus und Huber blieb tadellos. Ein 21:21 (58.) stand auf der Anzeigetafel. Ballgewinn Deutschland, Smits zu Karolius an den Kreis und diese brachte ihr Team per Heber in Führung. 22:21, noch 73 Sekunden zu spielen und Auszeit Serbien. Kramarczyk hatte jedoch den Ball und besprach sich auch Michael Biegler noch einmal mit seinen Ladies für die letzten 33 Sekunden. Der Ball ging jedoch verloren und Cvijic gelang der Ausgleich, Endstand 22:22