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03.12.2017 17:00 Uhr - Weltmeisterschaft - Eric Dobias, dpa

Emily Bölk im Wartestand: Top-Talent kann WM-Debüt kaum erwarten

Emily BölkEmily Bölk
Quelle: Ingrid Anderson-Jensen
Eine Fußverletzung hat die Pläne von Emily Bölk bei der Heim-WM vorerst zunichte gemacht. Die Team-Jüngste wird beim Turnier im eigenen Land auf eine harte Geduldsprobe gestellt.

Emily Bölk kann ihr WM-Debüt kaum noch erwarten, doch das Top-Talent des deutschen Frauenhandballs muss sich weiter gedulden. Nach ihrer bei einem unglücklichen Trainingsunfall erlittenen Fußverletzung wollte die 19-Jährige eigentlich schon am Sonntagabend im zweiten Vorrundenspiel gegen Südkorea ins Turnier einsteigen. Stattdessen blieb wieder nur ein Platz auf der Tribüne.

"Sie wird alle Zeit der Welt bekommen. Sie ist eine ganz junge Spielerin, die wir schützen. Wir haben eine Verantwortung für ihren weiteren Karriereweg", begründete Bundestrainer Michael Biegler den Verzicht. Denn nach dem frühen WM-Aus von Kim Naidzinavicius, die sich beim 28:15-Auftaktsieg gegen Kamerun einen Kreuzbandriss im linken Knie zuzog und bereits abgereist ist, wird Bölk noch dringender gebraucht.

"Kim ist natürlich am Boden zerstört, so würde es uns allen gehen", sagte die oft als Jahrhunderttalent bezeichnete Bölk über das Verletzungspech ihrer Teamkollegin. "Als wir die Nachricht bekommen haben, ist kein Auge trocken geblieben. Sie wird uns allen total fehlen, denn sie ist eine Leistungsträgerin. Wir werden für sie mitkämpfen."

Umso schwerer fällt der Fernstudentin, die auf den gleichen Positionen wie Naidzinavicius zum Einsatz kommt, das Zuschauen. Zumal sie sich nach einer starken Vorbereitung topfit fühlte. Doch dann das Missgeschick: Zwei Tage vor WM-Beginn knickte Bölk im Training um, als sie beim Ball holen unglücklich auf die von einer Plane verdeckte erhöhte Spielfeldumrandung trat. "Es sind eine Kapsel und ein Band kaputt", berichtete Bölk. "Dass so etwas im ersten WM-Training passiert, ist natürlich ganz, ganz bitter. Und dann auch noch durch eine so bescheuerte Aktion."

Statt Bölk holte Biegler vor dem Südkorea-Spiel Alicia Stolle in den WM-Kader. Damit bleiben dem Bundestrainer für das weitere Turnier noch drei personelle Optionen: Zwei Wechsel und das Vervollständigen des Kaders auf 16 Spielerinnen. Bölk äußerte daher Verständnis für die Entscheidung. "Wenn ich zu früh einsteige und es passiert etwas, würden sich alle in den Hintern beißen", sagte sie.

Spätestens am Dienstag gegen Serbien soll es für die Tochter von Andrea Bölk, die 1993 mit der DHB-Auswahl Weltmeisterin wurde, aber so weit sein. "Mein Fuß regeneriert super und ist zum großen Teil wieder abgeschwollen", sagte Bölk. "Im Optimalfall kommen ja noch ein paar Spiele, in denen mich das Team in voller Leistungsstärke braucht. Das will ich auch bringen."

Schließlich möchte die 1,82 Meter große Rückraumspielerin, die schon mit 16 in der Bundesliga debütierte und mit 18 ihren Einstand in der Nationalmannschaft gab, das emotionale WM-Erlebnis aktiv mitgestalten. "Es gibt kaum etwas Tolleres für einen Sportler als eine Heim-WM", sagte Bölk. "Es ist für alle etwas ganz Besonderes. Wir saugen alles auf und genießen es."





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