03.12.2017 09:23 Uhr - Weltmeisterschaft - Felix Buß

Leszek Krowicki nach polnischem Auftakterfolg: "Ich bin sehr zufrieden"

Leszek KrowickiLeszek Krowicki
Quelle: Michael Heuberger
Jahrelang war Leszek Krowicki in der Bundesliga aktiv, entsprechend heimisch dürfte sich der Trainer der polnischen Auswahl bei der Weltmeisterschaft in Deutschland fühlen. Seine Mannschaft konnte am gestrigen Abend vor 3.620 Zuschauern in der Bietigheimer EgeTrans Arena einen wichtigen Auftakterfolg feiern, das 33:30 gegen Schweden ist bereits ein erster Schritt in Richtung Achtelfinale und die Grundlage für eine gute Ausgangslage. "Ich bin sehr zufrieden", erklärte so auch Leszek Krowicki nach dem Spiel.

"Wir haben sechzig Minuten gekämpft. Entscheidend war, dass wir diese Phase überlebt haben, als Schweden nach 45 Minuten wieder stärker wurde. Gottseidank haben wir schon morgen wieder eine neue Aufgabe", so Leszek Krowicki mit Blick auf den aufregenden Schlagabtausch. "Ich möchte dieses Spiel so schnell wie möglich abhaken. Es war ein sehr intensiver Kampf", so der polnische Nationaltrainer, der mit seinem Team morgen auf Tschechien treffen wird.

"Ich bin glücklich und stolz auf mein Team", freute sich Kinga Achruk, die neun Treffer erzielte. "Wir wussten, wie stark Schweden ist und wie starke Spieler sie haben. Aber wir haben uns auf uns fokussiert. Wir haben gezeigt, dass wir kämpfen können wie Löwinnen. Wir haben uns aber auch im Angriff stark verbessert. Wir haben von jeder Position getroffen. Dass wir zusammen kämpfen, ist die Stärke unseres Teams. Ich hoffe, wir können in der Kabine ein wenig feiern, dann müssen wir uns auf den nächsten Gegner konzentrieren", so Achruk weiter.

"Vielleicht fällt der Sieg für uns am Ende ein wenig glücklich aus", gab unterdessen Monika Kobylinska zu. Seit dem Sommer spielt die Rückraumspielerin in der Bundesliga für die TuS Metzingen. "Wir haben jetzt wenig Zeit diesen Sieg zu genießen und durchzuatmen. Morgen geht es schon weiter mit dem zweiten Spiel. Wir rechnen nicht. Uns interessiert es nicht, ob der nächste Gegner vielleicht auf dem Papier einfacher ist. Alle Spiele hier sind schwierig." Kobylinska fügte abschließend hinzu: "Wir wollten gegen Schweden einfach unser Bestes geben. Das ist uns gelungen und das macht uns stolz."

"Respekt an Polen für eine energetische Leistung. Wir haben es nicht geschafft, ihr Spiel zu kontrollieren", so Henrik Signell. Der schwedische Trainer erläuterte: "Ich bin enttäuscht. Wir hatten zuletzt gegen Dänemark eine sehr gute Leistung gezeigt und waren mit einem guten Gefühl hierhergekommen. Morgen haben wir ein sehr wichtiges Spiel. Wir müssen uns drigend steigern. Normalerweise haben wir eine sehr gute Deckung. Davon haben wir heute nichts gezeigt." Sabina Jacobsen stimmte zu: "Gratulation an Polen zum Sieg. Wir waren nicht organisiert genug im Rückzugsverhalten und haben in Abwehr und Angriff zu oft Eins-gegen-Eins-Situationen verloren." Auf Schweden wartet morgen gegen Ungarn eine weitere schwere Aufgabe.

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