02.12.2017 22:02 Uhr - Weltmeisterschaft - Felix Buß

Norwegen distanziert Ungarn mit guter erster Halbzeit

Katrine Lunde verbuchte 20/1 ParadenKatrine Lunde verbuchte 20/1 Paraden
Quelle: Marco Schultz
Mit einem oftmals genau auf den Punkt gespielten Offensivspiel und einer soliden Abwehr mit einer Weltklasse Katrine Lunde im Tor, die bereits im ersten Durchgang zwölf Treffer verhinderte, setzt sich Norwegen problemlos gegen Ungarn durch. Die Deckung der Magyarinnen war gegen die genauen Pässe der Norwegerinnen nicht gewappnet und im Spiel nach vorne lief wenig zusammen. Nach dem 21:11-Pausenstand kam Ungarn vor 3.620 Zuschauern etwas besser ins Spiel. In der niveauarmen zweiten Halbzeit musste Norwegen aber auch nicht mehr vieles gelingen, um mit 30:22 zwei Zähler zu erringen.

Katrine Lunde war ab der ersten Sekunde auf dem Posten. Mit drei Paraden in Serie ermöglichte sie der norwegischen Mannschaft einen entspannten Einstieg in die Partie gegen Ungarn. Das Spiel entwickelte sich jedoch anfangs etwas stockend, denn im norwegischen Angriff wollte außer Nora Mørk zunächst niemand die Verantwortung übernehmen.

Herrems 4:2 (6.) war der erste Treffer nach einem Spielzug. Die offensiv gestellte ungarische Deckung machte es dem Titelverteidiger eigentlich leicht. Kari Bratsett vollendete beim 5:2 (7.) vom Kreis und Herrem nutzte einen Gegenstoß zur ersten Drei-Tore-Führung. Kristiansen legte nach. Kim Rasmussen hatte genug gesehen: Auszeit!

Anita Görbicz verließ das Feld. Aniko Kovacsics übernahm die Spielsteuerung. Auf der rechten Rückraumseite büßte Ungarn dann allerdings erneut das Spielgerät ein. Norwegen schien das bislang einseitige Spiel entspannt zu bestimmen. Kovacs´ Siebenmeter zum 9:4 (13.) brachte Ungarn kaum Linderung.

Mit dem folgenden Treffer von Szekeres vom Kreis ließen die Magyarinnen zwar ihr Können aufblitzen, doch die Würfe waren oftmals völlig unplatziert. Lunde parierte nach einer Viertelstunde schon zum sechsten Mal. Oftedal stellte kurz darauf auf 13:5. Rasmussen schritt erneut ein und zückte zum zweiten Mal die Grüne Karte. Die Fans feuerten das Team unbeirrt an.

Ungarn lag beim Stand von 16:9 (25.) weiterhin unter "ferner liefen". Nach der zehnten Lunde-Parade ließ Mørk dann das 18:9 ins verwaiste ungarische Netz folgen. Nach dem 21:11-Halbzeitstand ebbte der Spielfluss beim Titelverteidiger etwas ab. Kovacsics drückte den Rückstand vom 23:14 (35.) unter zehn Tore.

Die kompakte Kreisläuferin Szabina Mayer schuf einige Räume für Ungarn. Sie wurde nach 38 Minuten hinausgestellt, weil sie in der Deckung Stine Oftedal gefällt hatte. Ungarn agierte mit mehr Herz und verkürzte bis zur 41. Spielminute auf 25:17. Thorir Hergeirsson rief seine Spielerinnen zur Seitenlinie. Amanda Kurtovic erschien kurz darauf auf der Bildfläche.

Kinga Janurik, die seit der 31. Spielminute zwischen den Pfosten stand, war mit ihren bis dahin fünf Paraden entscheidend an der Ergebnisverbesserung für Ungarn beteiligt. Norwegen schien alle Konzentration fahren zu lassen. Auch der extrem gebremste Schaum, den die Hergerisson-Sieben in der zweiten Halbzeit bot, genügte aber, um den ungarischen Versuchen, den Rückstand zu verkürzen, standzuhalten. Lunde steuerte einiges dazu bei, dass es nach 50 Minuten 27:17 stand. Auch einen Siebenmeter von Görbicz wehrte sie ab. Ungarn konnte letztlich nochmals ein wenig verkürzen. Løke rundete das Ergebnis beim 30:21 aus norwegischer Sicht ab. Görbicz setzte den 30:22-Schlusspunkt.