30.11.2017 15:58 Uhr - Weltmeisterschaft - HP dhb.de, red

Svenja Huber: "Die Gruppe ist ein bisschen wie ein bunter Blumenstrauß"

Svenja HuberSvenja Huber
Quelle: Ingrid Anderson-Jensen
Svenja Huber tritt am Freitag mit der Nationalmannschaft zum WM-Eröffnungsspiel gegen Kamerun (Freitag, 1. Dezember, um 19 Uhr live auf Sport1) an. Vor Beginn der Weltmeisterschaft sprach der Pressedienst des DHB mit der Linksaußen über die Vorbereitung, die kommenden Gegner und das Turnier im eigenen Land.

Morgen ist das WM-Eröffnungsspiel - welches Gefühl überwiegt momentan?

Svenja Huber:
Man merkt schon, dass die Anspannung jetzt extrem wächst. Wir sind jetzt seit Montag hier in Leipzig und jedes Mal, wenn man zum Training in die Arena fährt, denkt man "Puh wow - hier wird am Freitag angepfiffen" und wir freuen uns alle riesig. Da kann ich glaube ich für alle sprechen, dass die Heim-WM das Größte in unserer sportlichen Laufbahn sein wird.

Wie ist Ihr Fazit zur bisherigen Vorbereitung?

Svenja Huber:
Wir haben relativ durchwachsen angefangen, haben uns aber gegen Ende gesteigert. Da bin ich aber auch relativ entspannt, weil wir letztes Jahr in den Spielen vor der Europameisterschaft auch nicht so geglänzt haben. Ich finde das immer gut, wenn man sieht woran man noch arbeiten muss und das haben wir definitiv gemacht.

Wie schätzen Sie die Gruppe D ein?

Svenja Huber:
Die Gruppe ist ein bisschen wie ein bunter Blumenstrauß, da ist von allem was dabei. Kamerun ist da wahrscheinlich die größte Unbekannte, die direkt im ersten Spiel auf uns wartet. Südkorea wird dann wahrscheinlich die nächste Überraschung. Wir haben mit unserem Verein schon ein Testspiel gegen Südkorea gemacht. Das ist von der Spielweise natürlich nicht ganz so europäisch, wie man das gewohnt ist. Mit Serbien und Holland haben wir dann noch europäische Mannschaften dabei und ich denke, das letzte Spiel wird dann auch das entscheidende um den Gruppensieg werden.

Wie bereiten Sie sich auf Überraschungsmannschaften wie Kamerun vor?

Svenja Huber:
Wir haben die letzten Tage im Training schon einige Abwehrformationen nachgestellt und werden dann natürlich auch noch auf jeden Fall Video schauen. Wir sind ab heute im WM-Modus, das heißt wir haben nur noch kurze Zeiten in der Spielhalle. Abschlusstraining, Video und dann hoffentlich gut schlafen vor dem ersten Spiel.

Wie unterscheidet sich die Heim-WM von den anderen Endturnieren, die du bisher gespielt hast?

Svenja Huber:
Ich hab ja noch nicht allzu viele gespielt, aber man merkt schon, dass das etwas ganz anderes ist. Zum einen ist die Aufmerksamkeit einfach viel größer. Außerdem haben alle Spielerinnen Freunde und Familie, die hier dabei sein können. Das gibt uns allen auch extrem viel Kraft, wenn man weiß, wer da alles auf der Tribüne sitzt.

Was erhoffst du dir von den Fans in Leipzig und auch an den anderen Standorten?

Svenja Huber:
Ich hoffe auch für die anderen Standorte, dass da eine tolle Kulisse sein wird. So eine Weltmeisterschaft hat es verdient, dass in keinen leeren Hallen gespielt wird. Das haben wir leider schon erfahren müssen in anderen Ländern und es ist einfach viel schöner, wenn da ein Publikum sitzt, das einfach mitfiebert, egal, ob das eigene Land spielt oder nicht. Wir hier in Leipzig hoffen, dass wir die Zuschauer mitreißen können, so wie wir das in unseren letzten Heimspielen gemacht haben.