21.11.2017 18:00 Uhr - Primo Tours Dameligaen Dänemark - chs

"Ich bin hier heimisch geworden": Drei Fragen an ... Sabine Englert

Sabine Englert gewann mit Midtjylland die Champions LeagueSabine Englert gewann mit Midtjylland die Champions League
Quelle: Katja Boll
Bei der letzten WM-Medaille einer deutschen Frauennationalmannschaft, bei der WM 2007, stand Sabine Englert im Tor der deutschen Nationalmannschaft. Als mehrfache deutsche Pokalsiegerin, österreichische und dänische Meisterin und Pokalsiegerin sowie dreifache Europapokalsiegerin gehört die gebürtige Mainfränkin zu den erfolgreichsten deutschen Handballerinnen. Kurz vor ihrem 36. Geburtstag hat sie nun ihren Vertrag beim FC Midtjylland verlängert und beginnt noch einmal ein neues Projekt Herning-Ikast Haandbold. Im Gespräch mit handball-world spricht Englert über die Umstrukturierung und blickt auch auf die Heim-WM im kommenden Monat voraus.

Der FC Midtjylland steht vor einem Investorenwechsel im kommenden Sommer. Wie hast du die Entwicklungen mitbekommen?

Sabine Englert:
Wir wussten schon seit längerem, dass der englische Besitzer vom FC Midtjylland nicht auf Handball setzt und die Verantwortlichen haben seitdem nach einer Lösung gesucht.

Jetzt haben 25 Investoren sich zusammengetan und jetzt wird die Handballabteilung abgekapselt und steht auf eigenen Beinen. Das Projekt hört sich sehr gut an und ich glaube, dass der neue Verein Herning-Ikast-Handball in eine gute Zukunft schaut

Du hast deinen Vertrag verlängert und wirst künftig für Herning-Ikast Haandbold spielen. Was waren deine Gründe für den Verbleib?

Sabine Englert:
Für mich stand fest, dass ich entweder meinen Vertrag verlängere oder aufhöre. Aber da ich finde, dass wir im Moment eine spannende Mannschaft haben, die nächste Saison noch verstärkt wird, habe ich mich dazu entschieden noch ein Jahr zu verlängern. Ich bin hier heimisch geworden und Mannschaft und Umfeld passen super.

Im kommenden Monat findet in Deutschland die Weltmeisterschaft statt. Wie verfolgst du das Turnier und was traust du der deutschen Mannschaft zu?

Sabine Englert:
Ich werde die Spiele soweit möglich im TV oder Internet verfolgen und der Mannschaft die Daumen drücken. Zur Finalrunde werde ich nach Hamburg fahren und die Stimmung aufsaugen. Ich bin sehr gespannt, was die Mannschaft in der Lage ist zu Leisten.

Ob sie die vielen Zuschauer in Leipzig als Unterstützung nutzen können, oder ob es zu viel Druck ist vor heimischer Kulisse dieses Turnier zu Spielen. Wenn sie die ersten Spiele gewinnen und Selbstvertrauen tanken, dann kann die Mannschaft es weit schaffen. Ich hoffe natürlich die Mädels in Hamburg spielen zu sehen.