19.11.2017 18:20 Uhr - Champions League - cie

Ungarischer Sieg in Norwegen schickt den Thüringer HC unter die besten zwölf Teams Europas

Herbert Müller und der THC können Aufatmen und den Einzug in die Hauptrunde feiernHerbert Müller und der THC können Aufatmen und den Einzug in die Hauptrunde feiern
Quelle: groundshots.de
Eine Halbzeit hatte der Thüringer HC beim großen Titelanwärter mitgehalten, nach dem 12:12 zur Pause musste der ersatzgeschwächte Bundesligist am Freitag in Skopje aber doch die Übermacht der Gastgeberinnen anerkennen. Ein Sieg der Ungarinnen von FTC sorgte heute allerdings dann für ein Autatmen: Aufgrund des gewonnenen Direktvergleichs gegen Larvik zieht auch der zweite deutsche Vertreter in die nächste Runde ein.

Nach der 21:29-Niederlage hieß es zittern, bange Blicke richteten sich heute nach Norwegen. Larvik benötigte am heutigen Sonntag einen Punkt im Duell gegen FTC Rail Cargo Hungaria um am THC vorbeizuziehen. Dies gelang nicht, die Norwegerinnen verloren und verblieben punktgleich mit dem Thüringer HC, der aber den direkten Vergleich angesichts eines 31:27-Auswärtserfolgs und einer 22:25-Heimniederlage auf einer Seite hatte und so den Einzug in die Hauptrunde geschafft hat.

Mit einem schnellen 4:1 zeigten die Ungarinnen, dass sie trotz des bereits feststehenden zweiten Tabellenplatz die Begegnung nicht auf die leichte Schulter nahmen - auch weil bei einer Niederlage mit Larvik zugleich zwei Minuspunkte für FTC mit in die Hauptrunde gewandert wären, da die gegeneinander erzielten Ergebnisse mit in die nächste Runde genommen werden. Larvik kämpfte sich beim 8:7 noch einmal auf ein Tor heran, doch die Gäste setzten mit einer Sieben-Serie zum 15:7 ein Ausrufezeichen. Mit einem ihrer sieben Treffer sorgte Viktoria Lukacs bereits kurz vor der Pause beim 18:8 für den ersten zweistelligen Abstand.

Di Gäste beschränkten sich im zweiten Abschnitt darauf, die deutliche Führung zu verteidigen. Larvik schöpfte nach einer kleiner Serie wieder etwas Hoffnung, doch der auf sechs Tore geschrumpfte Abstand wuchs schnell wieder auf zehn Treffer an. FTC hielt das Heft in der Folge fest in der Hand und steuerte zu einem ungefährdeten 30:21-Sieg. Die Ungarinnen nehmen 4:4 Punkte mit in die nächste Runde, Gruppensieger Skopje 8:0 und der Thüringer HC 0:8. Der erneute Vorstoß unter die besten zwölf Teams Europas ist allerdings alleine ein Erfolg für das Team von Herbert Müller, das nun auf Metz, Buducnost und den Deutschen Meister Bietigheim treffen wird.