12.11.2017 20:56 Uhr - 1. Bundesliga - dpa, Bernd Teuber, red

Oldenburg beendet Buxtehudes Siegesserie

16 Tore: Angie Geschke16 Tore: Angie Geschke
Quelle: Hermann Jack
Der Buxtehuder SV hat in der laufenden Bundesligasaison die erste Niederlage hinnehmen müssen. Nach zuvor fünf Siegen unterlag die Mannschaft von Trainer Dirk Leun am Sonntag beim VfL Oldenburg mit 31:39 (18:15). Beste BSV-Werferin im letzten Spiel vor der WM-Pause war Friederike Gubernatis mit acht Toren. Beim VfL ragte Angie Geschke mit 16 Toren heraus. Die Vorentscheidung in der Partie fiel Mitte der zweiten Halbzeit, als die Gastgeberinnen binnen drei Minuten ihre Führung von 25:22 auf 29:22 ausbauten. Die nächste Partie bestreitet der BSV erst wieder am 28. Dezember gegen den Thüringer HC.

Wieder einmal hat das Nordderby zwischen dem VfL Oldenburg und dem Buxtehuder SV gehalten was es versprochen hat. Handball vom Feinsten. Mit dem deutlichen 39:31-Sieg fügte der VfL dem Nordrivalen seine erste Saisonniederlage bei. Vor 1375 Zuschauer in der EWE-Arena spielten sich die Gastgeberinnen in der zweiten Hälfte regelrecht in einen Rausch und dominierten den Gegner nach Belieben. Selbst die unmöglichsten Bälle landeten im Tor der Gäste. Mit diesem Sieg konnte sich der VfL auf den sechsten Platz der Tabelle vorschieben. "Bei uns lief heute alles sehr gut zusammen, während bei Buxtehude wenig zusammenlief. Durch die Bank haben heute alle gut gespielt. Vor allem die Abwehrarbeit war sehr gut. Ein Schlüsselpunkt für den Sieg war sicherlich, dass es uns gelungen ist durch Malene Staal die Kreise von Emily Bölk entscheidend zu stören. Im Angriff waren wir sehr geduldig und sind so sehr häufig frei zum Wurf gekommen. Gleichzeitig haben wir selbst kaum einfache Tore bekommen", zeigte sich Niels Bötel unheimlich stolz auf seine Mannschaft, die für diesen Sieg mit zwei zusätzlichen freien Tagen belohnt wurden.

Vom Start weg entwickelte sich ein hartumkämpftes Nordderby in dem die beiden Konkurrenten gleich Vollgas gaben. Nachdem beide Teams ihren ersten Angriff mit einem Fehlpass begonnen hatten brachte Lone Fischer die Gäste mit 1:0 in Führung. Aber im direkten Gegenzug holte Malene Staal den ersten Siebenmeter für den VfL heraus, den Angie Geschke souverän verwandelte. Wenig später brachte Julia Wenzl ihr Team erstmals in Führung. Zwei Tore von Emily Bölk sorgten für die erneute Führung der Gäste. Aber schon beim nächsten Angriff der Grün-Weißen umkurvte Malene Staal die gegnerische Abwehr wie Slalomstangen und konnte zum 3:3 ausgleichen. Kim Birke sorgte im Anschluss mit zwei Treffern für die erste zwei Tore Führung des Spiels. Weiter sollte der VfL zunächst auch nicht davonziehen können. Im Gegenteil. Mitte der ersten Halbzeit konnte Buxtehude sogar zweimal zum 9:9 bzw. 10:10 ausgleichen. Zwei Minuten nach dem letzten Ausgleich hatten Julia Wenzl, Cara Hartstock sowie Kim Birke dann allerdings ihr Team zur ersten drei Tore Führung geworfen. Mit einer 18:15 Führung für den VfL ging es dann in die Pause.

Die erste Hälfte der zweiten Halbzeit konnten die Gäste noch ausgeglichen gestalten. Beim Stande von 25:22 für die Gastgeberinnen ging es in die Schlussviertelstunde. Mehr und mehr spielte sich der VfL in einen wahren Spielrausch und konnte selbst aus unmöglichster Position den Ball im gegnerischen Tor unterbringen. Wie z.B. durch Kim Birke, die einen eigentlich zu lang geworfen Pass noch aufnehmen konnte und irgendwie im Buxtehuder Tor zum 29:22 in der 49. Minute unterbrachte. Damit hatte das Team von Niels Bötel eine Vorentscheidung erzielt. Von diesem Rückschlag konnte sich Buxtehude nicht mehr erholen und so stand am Ende ein verdienter Heimsieg des VfL. "Schön, dass wir Angie Geschke mit solch einem Erfolgserlebnis zur WM schicken können", freute sich Bötel für seine 16-fache Torschützin, die nun mit 62 Toren die Torschützenliste anführt. Während Geschke sich noch nach dem Spiel auf den Weg zur Nationalmannschaft machte, stehen für die anderen VfLerinnen erst einmal zwei Wochen Pause vom Mannschaftstraining auf dem Plan. Weiter geht es für den VfL am 23. Dezember mit einem Heimspiel gegen die HSG Bad Wildungen.