13.11.2017 09:15 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Weiter an der Spitze: Kurpfalz Bären setzen sich dank starker zweiter Halbzeit gegen Hannover durch

Carmen MoserCarmen Moser
Quelle: Kurpfalz Bären
Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit setzten sich die Kurpfalz Bären in der zweiten Halbzeit gegen die HSG Hannover-Badenstedt ab und feierte einen am Ende souveränen 29:23 (13:12)-Sieg.

Gar nicht so wild und ungestüm wie es ihrer Handball-Marke entspricht, präsentierte sich die HSG Hannover-Badenstedt in der Ketscher Neurotthalle. Ganz im Gegenteil: Um dem gefürchteten Tempospiel der Bären zu entkommen, nahm sie Zuflucht zu einer bedächtigen Angriffstaktik. Fast in jedem zweiten Angriff hallte "Zeit, Zeit" von den Rängen, was von den insgesamt sehr schwachen Schiedsrichtern nur widerwillig akzeptiert wurde. Der ansonsten höchst bedächtig coachenden Katrin Schneider platzte mehrfach der Kragen, und zum ersten Mal in dieser Saison durfte sie sich die "gelbe Schiedsrichter-Karte" aus der Nähe ansehen.

Anders als in den letzten Ligaspielen wirkte die Abwehr der Bären zunächst eher schläfrig und ließ sich von den langatmigen Angriffen der Gäste einlullen. Roland Friebe hatte sein Team gut auf die Bären eingestellt, doch selbst nach einer Drei-Tore-Führung von Hannover wurde kein Fan auf der Tribüne unruhig. "Wir mussten den kurzfristigen Ausfall von Marlen Wills kompensieren. Das hat ganz gut geklappt, die Bären hatten Probleme mit unserem Kreisspiel und wir kamen dadurch zu einfachen Torerfolgen" , sah Badenstedts Coach Roland Friebe seine Sieben nach Treffern von Jana Pollmer, Natasha Ahrens und Lena Seehausen bis zum 9:7 in der 15. Minute den Taktstock schwingen. Doch Ketsch kam schnell zurück. Innerhalb von acht Spielminuten machten die Bären den Rückstand wett und gingen durch Sophia Sommerrock mit 10:9 in der 21. Minute in Führung.

In der ersten Halbzeit war es vor allem Carmen Moser zu verdanken, die mit blitzartigen Aktionen ein Davoneilen der Gäste zu verhindern wusste. Auch die starke Frauke Kemmer im Gästetor war da machtlos. Nach dem Seitenwechsel musste Ketsch zunächst mehrere Unterzahlsituationen überstehen, ehe sich dann die spielerische Überlegenheit der Bären immer klarer durchsetzte.

Beim 19:15 in der 41. Minute war allen 430 Zuschauern in der Halle klar, dass die Gäste auch mit großem Kampfgeist das Spiel nicht mehr würden wenden können. Kate Schneider wechselte munter durch, und so durften sich Carmen Moser, Lena Feiniler, Rebecca Engelhardt und auch Sophia Sommerrock, die in der ersten Hälfte den besten Eindruck im Bärenteam gemacht hatten, auf der Auswechselbank erholen. Die wie immer frech aufspielende Saskia Fackel sowie die noch sehr jungen Lara Eckhardt und Lea Marmodee übernahmen gekonnt Verantwortung und ließen nichts mehr anbrennen.