13.11.2017 10:17 Uhr - DHB-Pokal - chs

"Scheint ein guter Rhythmus zu sein": Drei Fragen an ... Anna Loerper

Anna LoerperAnna Loerper
Quelle: Ingrid Anderson-Jensen
Derzeit muss Anna Loerper den Sport von der Seitenlinie verfolgen. Die TuSsies Metzingen absolvierten trotzdem die jüngsten Aufgaben äußerst erfolgreich, erreichten sowohl mit einem Auswärtssieg in Buxtehude das Viertelfinale um den DHB-Pokal und kamen auch gegen Borussia Dortmund zu einem deutlichen Heimerfolg. Im Interview spricht die Nationalspielerin über ihre Verletzung, die Aussichten für den Start bei der WM und die Erfolgschancen der Ladies.

Du musstest im Pokalspiel in Buxtehude aufgrund einer Wadenverletzung pausieren. Was genau fehlt dir?

Anna Loerper:
Ich habe mir leider am 1.11. einen kleinen Muskelfaserriss in der Wade zugezogen. Dies machte natürlich einen Einsatz im wichtigen Pokalspiel unmöglich. Ich bin aber sehr froh, dass meine Mannschaft das ohne mich hingekriegt hat.

2006 hat die deutsche Öffentlichkeit vor dem "Sommermärchen" bei Michael Ballack um die "Wade der Nation" gebangt? Wie viel Sorgen müssen sich die Fans der Ladies um den WM-Einsatz der Kapitänin sorgen?

Anna Loerper:
Die Reha ist direkt super angelaufen, ich habe im Alltag schon früh keine Probleme mehr gehabt. Wir bauen das Training jeden Tag weiter auf. Ich bin sehr zufrieden und optimistisch, dass die Zeit reicht. Ich hoffe, dass mein Name später mit einem Wintermärchen 2.0 verbunden wird und nicht mit der Wade der Nation .

1997 gab es die letzte Heim-WM für die deutschen Frauen, wie auch 2007 in Frankreich, wo es dann die bislang letzte WM-Medaille gab, reichte es damals für Bronze. Was ist dieses Jahr drin und wer sind die großen Konkurrenten im Titelkampf?

Anna Loerper:
Alle 10 Jahre scheint ein guter Rhythmus zu sein. Wenn´s danach geht tragen wir am Ende etwas um den Hals. Aber mal im Ernst. Natürlich ist die Konkurrenz sehr stark, die Weltspitze liegt sehr nah beieinander. Ich sehe vor allem Norwegen vorne, aber auch Frankreich und die Niederlande.