06.11.2017 09:31 Uhr - DHB-Pokal - PM Vereine, red

Keine Chance für Hannover-Badenstedt - Erneuter Viertelfinaleinzug für den VfL Oldenburg

Julia Wenzl erzielte neun Tore für OldenburgJulia Wenzl erzielte neun Tore für Oldenburg
Quelle: Hermann Jack
Keine andere Mannschaft in Deutschland hat in den letzten zehn Jahren häufiger das Viertelfinale im DHB-Pokal erreicht als der VfL Oldenburg. Einzig in der Saison 2013/14 scheiterte man bereits in der zweiten Runde an Blomberg. Auch in diesem Jahr überwintert das Team von Niels Bötel wieder im DHB-Pokal. Beim Zweitligisten HSG Hannover-Badenstedt fuhr man am Sonntagnachmittag einen souveränen 41:27 Sieg ein. "Wir hatten eigentlich mit mehr Gegenwehr gerechnet oder mit einem besonderen Überraschungsmoment. So konnten wir spielen wie wir es vor dem Spiel besprochen haben. Das Ergebnis geht auch in der Höhe in Ordnung, aber mit unserem Abwehrverhalten bin ich nicht ganz zufrieden. Speziell zu Beginn des Spiels und in der zweiten Halbzeit", hätte sich der VfL-Trainer weniger Gegentore gewünscht.

Den Torreigen eröffnete Malene Staal nach 42 Sekunden mit ihrem Tor zum 1:0. Knapp sechs Minuten später hatte der VfL die Führung auf 6:2 ausgebaut. In der Folge schaffte es der Favorit allerdings nicht weiter davonzuziehen, so dass sich Bötel beim Stande von 14:10 genötigt zeigte, eine erste Auszeit zu nehmen um einige Korrekturen durchzuführen. Es sollte aber noch weitere sieben Minuten dauern bevor die Korrekturen Wirkung zeigten. Dann ging es aber rasend schnell und die Gäste konnten innerhalb von vier Minuten aus einem 16:12 eine 22:12 Pausenführung machen.

Kim Birke und Julia Wenzl erhöhten unmittelbar nach der Pause auf 24:12. Damit war die Messe gelesen und der Einzug ins Viertelfinale so gut wie sicher. Näher als neun Tore sollten die Gastgeberinnen im Verlauf des Spiels nicht mehr herankommen. Der VfL seinerseits konnte in der 55. Minute durch Simone Spur Petersen beim Stande von 39:23 seine höchste Führung in diesem Spiel herauswerfen. Am Ende stand ein auch in der Höhe verdienter 41:27 Sieg des VfL. Beste Torschützin des Tages war Julia Wenzl mit neun Treffern. Einzig Jenny Winter blieb an diesem Tage ohne Torerfolg.

"Schade, dass die zwei Zeitstrafen uns vor der Pause aus der Bahn geworfen haben, wir hätten es gern länger enger gehalten. Wir müssen aber anerkennen, dass wir in puncto Dynamik klar unterlegen waren. Ein Kompliment an unser tolles Publikum und auch die Oldenburger Fans, die für eine stimmungsvolle Kulisse sorgten", sagte Badenstedts Kreisläuferin Marie Kristin Gerber zum Pokal-Aus.

Nun wartet der VfL Oldenburg mit Spannung auf die Auslosung am kommenden Mittwoch. Die Auslosung für die letzte Runde vor dem OLYMP Final4 findet im Anschluss an das Bundesligaspitzenspiel zwischen dem Thüringer HC und der SG BBM Bietigheim statt. Mögliche Gegner der Grün-Weißen sind TV Nellingen, Thüringer HC, TSV Bayer 04 Leverkusen, HSG Bad Wildungen Vipers, TuS Metzingen, SG BBM Bietigheim oder der einzige verbliebene Zweitligist HL Buchholz 08-Rosengarten. "Mein Wunsch wäre es diesmal ein Heimspiel zugelost zu bekommen und wenn es geht nicht gegen eins der drei Topteams spielen zu müssen", hofft Trainer Niels Bötel auf erneutes Losglück am Mittwoch.