04.11.2017 15:32 Uhr - DHB-Pokal - PM Vereine, red

"Eine Aufgabe, die wir lösen müssen": Oldenburg als Favorit bei Hannovers "jungen Wilden"

Jennifer BehrendJennifer Behrend
Quelle: Thorsten Helmerichs
Wenn am Sonntag das Achtelfinale des DHB-Pokals ansteht möchte das Team von VfL-Trainer Niels Bötel seinen vierten Sieg in Folge einfahren und damit den Einzug ins Viertelfinale klarmachen. Gegner ist Zweitligist HSG Hannover-Badenstedt, der den VfL um 16 Uhr im Schulzentrum Badenstedt empfängt.

Noch vor zwei Jahren hatte das Juniorteam gegen die HSG in der dritten Liga gespielt und je einmal verloren und gewonnen. Für das Bundesligateam ist es das erste Aufeinandertreffen mit den Landeshauptstädterinnen. "Ich hätte lieber ein Heimspiel gehabt, aber jetzt heißt es in Hannover zu gewinnen. Wir treffen auf eine deutlich bessere Mannschaft als in Leipzig und da heißt es für uns den Kampf ums Viertelfinale anzunehmen um das Spiel erfolgreich gestalten zu können", so VfL-Coach Bötel.

"Hannover wechselt in der Verteidigung häufig das Abwehrsystem. Mal defensiv, mal offensiver ausgerichtet. Das ist eine Aufgabe die wir lösen müssen und gleichzeitig müssen wir selbst in der Abwehr geduldig sein. Hannover hat nicht so viele Spielerinnen die aus großer Distanz werfen sondern lieber 1:1 Situationen suchen oder aus 7-8 Metern werfen", warnt Bötel davor den Gegner der mehrere bundesligaerfahrene Spielerinnen in seinen Reihen hat zu unterschätzen.

Ein kleines Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Jenny Winter und Jane Martens die sich krankgemeldet haben. Niels Bötel zeigt sich allerdings recht optimistisch, dass beide mit an Bord sein werden. Mit dabei ist auf jeden Fall Lisa-Marie Fragge aus dem Juniorenteam.

Nach je zwei Siegen und Unentschieden sowie drei Niederlagen belegen die Hannoveranerinnen derzeit den zehnten Platz in der 2. Bundesliga. Mit der ehemaligen Vipers-Spielerin (Bad Wildungen) Jana Pollmer steht die derzeitige Toptorschützin der Liga in den Reihen der Gastgeberinnen. Bisher war sie 53 Mal erfolgreich. "Sie ist eine erfahrene Spielerin die auch schon Bundesliga gespielt hat. Bei ihr müssen wir versuchen ihre Schlagwürfe sowie das Anspiel an den Kreis zu verhindern da sie damit häufig für Siebenmeter sorgt, die sie dann auch selbst verwandelt", weiß Bötel um die Qualitäten der Topscorerin des Zweitligisten.

Auch als Außenseiter ist die HSG laut eigener Aussage am Sonntag nicht bereit Weihnachtsgeschenke zu verteilen. "Wir sind in dem Spiel nur der krasse Außenseiter. Wir müssen versuchen komplett unsere bisherigen Bestleistungen abzurufen und noch viel mehr. Nur dann kann es uns gelingen mit den Oldenburgerinnen mitzuhalten", so Trainer Roland Friebe. Die Vereinsführung von Hannover geht sicher entspannter in das Spiel, als die Oldenburger-Verantwortlichen - "alles kann, nichts muss" - lautet das Motto. Man freut sich auf ein schönes Ereignis und rät allen Besuchern, den Weg frühzeitig in die Halle zu finden - der Vorverkauf lässt eine volle Halle erwarten.