04.11.2017 11:03 Uhr - DHB-Pokal - PM Vereine, red

Kurpfalz-Trainerin Schneider vor Pokalduell mit Handball-Luchsen: "Haben in Trier gezeigt, wozu die Mannschaft fähig ist"

Lena FeinilerLena Feiniler
Quelle: Kurpfalz Bären
Nach erfolgreichem Einstand der Handball-Luchse von Buchholz 08-Rosengarten in Pokal und Liga steht am kommenden Wochenende das Pokalspiel des aktuell Tabellenzweiten der Luchse gegen den Tabellenersten aus Ketsch an: im KO-Modus.

"Chancenlos gegen einen übermächtigen Titelfavoriten", so lautete die Headline nach dem ersten Bären-Heimspiel in der zweiten Handball-Bundesliga der Frauen. Die Kurpfalz Bären hatten gegen das Team aus Buchholz-Rosengarten nicht den Hauch einer Chance und mussten sich hoch mit 23:32 (11:16) geschlagen geben. Inzwischen haben sich die Vorzeichen etwas geändert. Die Bären-Ladies haben aus den letzten 5 Spielen 9 Punkte geholt und sich damit mit 11:3 Punkten an die Spitze der Tabelle gesetzt. Buchholz-Rosengarten, ein Saisonspiel weniger, verlor vor drei Wochen überraschend gegen Waiblingen/Korb in eigener Halle und ist mit 10:2 Punkten den Bären jetzt dicht auf den Fersen.

Luchse-Trainer Maximilian Busch erwartet ein eingespieltes Team des Gegners: "Sie haben wenig Wechsel nach der letzten Saison und in der Vorbereitung schon sehr gute Ergebnisse erzielt. Des Weiteren gelang ihnen am ersten Spieltag der einzige Auswärtssieg in der Liga und sie haben seither mit Ausnahme eines Unentschiedens auswärts alles gewonnen, noch dazu mit doch deutlichen Abstand. Das beflügelt sie natürlich und es wird für uns auch darauf ankommen, uns zielgerichtet zu konzentrieren und unsere auch mentale Stärke aufzubauen und abzurufen." Gleichwohl sieht der Luchse Trainer für sein Team gute Chancen, das Spiel zu gewinnen. "Unsere Abläufe verbessern sich weiter und wir können konzentriert arbeiten. Dass die Mannschaft ein großes Potenzial hat und auch abrufen kann, haben wir gezeigt, aber noch nicht konstant. Wir werden uns noch weiter verbessern müssen", so der Luchse-Coach Maximilian Busch.

Im Bärenlager schwankt die Stimmungslage zwischen Frust und Trotz. Viel lieber hätte man natürlich ein Heimspiel gegen einen Erstbundesligisten bestritten. Stattdessen muss man eine lange Anreise in Kauf nehmen, und da der Gastgeber das Spiel auf Sonntag 16 Uhr gelegt hat, haben die Bären noch eine anstrengende Rückreise bis spät nachts vor Augen. Doch Kate Schneider will aus dieser außergewöhnlichen Belastung das Beste machen: "Wir haben in Trier gezeigt, wozu die Mannschaft fähig ist. Und wir werden auch am Sonntag eine Top-Leistung bringen wollen. Natürlich ist unser Gegner der klare Favorit, doch dadurch lassen wir uns nicht ins Bockshorn jagen!"

Der Geschäftsführer der Handball Luchse, Sven Dubau, ist sich daher sicher, dass es zu einem richtigen Knaller kommen wird, denn "Ketsch ist einfach richtig stark und wir tun gut daran, über das Spiel in der Liga gegen sie nicht mehr ansatzweise nachzudenken. Beide Mannschaften sind seither einfach viel weiter". Aber: "Natürlich wollen wir das Spiel gewinnen und werden alles dafür geben. Es wird allerdings schwer."