03.11.2017 09:01 Uhr - DHB-Pokal - PM Vereine, red

Pokal-Highlight letztes Heimspiel vor der WM-Pause: Buxtehude empfängt Metzingen

Antje PevelingAntje Peveling
Quelle: BSV
So erfolgreich wie lange nicht mehr sind die Bundesliga-Handballerinnen des Buxtehuder SV in die Saison 2017/18 gestartet: sieben Spiele, sieben Siege. Einzig im Europapokal-Rückspiel in Ungarn kassierte der BSV eine 22:29-Niederlage und schied unglücklich aus dem EHF-Cup aus. Umso mehr ist der Fokus von Trainer Dirk Leun und seiner Mannschaft auf das nächste Highlight gerichtet: Am Samstag, 4. November empfängt der amtierende Pokalsieger Buxtehuder SV im Achtelfinale des DHB-Pokals den Vorjahresfinalisten TuS Metzingen, Anwurf in der Halle Nord ist um 19.30 Uhr. Die Neuauflage des Finals aus der Vorsaison ist das Top-Spiel des Achtelfinals.

Es gibt nur ein Ziel - das Final4 in der Porsche-Arena. So sieht es zumindest TuS-Geschäftsführer Ferenc Rott. "Wenn man dorthin will, muss man auch gegen die richtig guten Teams gewinnen", sagt er. Ein solches baut sich im Achtelfinale vor den TusSies auf: Der amtierende Pokalsieger Buxtehuder SV, der sich den Titel am 28. Mai in Bietigheim mit einem hauchdünnen 24:23-Sieg gegen die TuS Metzingen holte. "Dass es eine Wiederholung des Finales ist, hat für mich gar keine Bedeutung. In Buxtehude wollen wir gewinnen. Das wird schwer, ist in den vergangenen Jahren aber immer mal wieder gelungen", so Ferenc Rott.

"Mit Metzingen haben wir so ziemlich das schwerste Los bekommen. Die Mannschaft ist auf allen Positionen doppelt gut besetzt, unter anderem mit acht WM-Teilnehmerinnen. Da müssen wir schon einen optimalen Tag erwischen und den Heimvorteil nutzen, wenn wir eine Runde weiter kommen wollen", so BSV-Trainer Dirk Leun und TuS-Coach Rene Hamann-Boeriths erklärt: "Buxtehude spielt auf einem sehr hohen Niveau". Im speziellen haben es ihm die beiden Rückraumspielerinnen angetan. "Bölk ist noch sehr jung, spielt aber schon routiniert und mit viel Druck. Gubernatis spielt klug, ist beweglich und gut im 1:1. Die beiden ergänzen sich sehr gut", so der TuS-Coach.

Zuletzt trafen beide Mannschaften im Endspiel des OLYMP Final4 im Mai diesen Jahres aufeinander. Bekanntlich entschied der BSV dieses mit 24:23 für sich und gewann zum zweiten Mal nach 2015 den DHB-Pokal. BSV-Kapitänin Antje Peveling, in Bietigheim zu besten Torhüterin und besten Spielerin des Turniers ausgezeichnet, erinnert sich nur zu gern an das Wochenende in Bietigheim - den Pokal, den Jubel, die Party. Sie weiß aber auch um die Schwere der jetzigen Aufgabe: "Metzingen und wir hätten uns sicher einen anderen Gegner gewünscht. Ich bin aber froh, dass wir zumindest ein Heimspiel haben", sagt Peveling und hofft auf den Heimvorteil in der "Hölle Nord".

Die Fans dürfen sich also auf ein spannendes Pokal-Match zweier absoluter Top-Clubs freuen. "Ein echter Leckerbissen", verspricht BSV-Manager Peter Prior. Insgesamt 13 Nationalspielerinnen aus vier Nationen laufen am Samstag in der Halle Nord auf, fünf beim BSV und acht bei den TusSies. Sie alle haben Chancen und tragen die Hoffnung in sich, bei der Weltmeisterschaft im Dezember dabei zu sein. "Das allein schon zeigt, welch Qualität in dem Duell am Samstag steckt", so Prior weiter. Bei den deutschen Nationalspielerinnen ist das Verhältnis ausgeglichen: Emily Bölk, Friederike Gubernatis und Lone Fischer beim Buxtehuder SV sowie Anna Loerper, Julia Behnke und Shenia Minewskaja bei der TuS Metzingen. Sie alle haben sich erst vergangene Woche beim Lehrgang der deutschen Nationalmannschaft getroffen. Apropos Loerper, die Spielmacherin der TusSies musste mit einer Wadenverletzung am Donnerstag pausieren. "Wir hoffen, dass sie spielen kann", so Hamann-Boeriths.

Das Achtelfinale im DHB-Pokal ist das letzte Heimspiel vor der knapp siebenwöchigen Weltmeisterschafts-Pause. Am 12. November muss der BSV noch einmal im Nord-Derby beim VfL Oldenburg antreten, danach nimmt die Frauen-Bundesliga erst wieder am 28. Dezember den Spielbetrieb aufnimmt.