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23.03.2007 15:51 Uhr - 1. Bundesliga - Holger Putz

„Ich muss mich durchbeißen“ - Maike Daniels im Gespräch

Will sich beim HCL durchsetzen: Maike Daniels.Will sich beim HCL durchsetzen: Maike Daniels.
Quelle: sportseye.de
Mit 21 Jahren einen Vertrag beim HC Leipzig zu unterschreiben, ist für viele Spielerinnen ein Traum, das haben die letzten Jahre deutlich gezeigt. Neben Anne Ulbricht, Frances Günthel und Susann Müller stehen viele junge Talente im Ausbildungsprogramm des Deutschen Meisters und Pokalsiegers. Die, die sich durchsetzen können, beweisen Talent, Spielstärke und den nötigten Willen, um im Starensemble des Bundesligisten einen Stammplatz zu ergattern. Die Konkurrenz ist groß, doch Maike Daniels ist nicht der Typ, der sich davon verschrecken lässt. handball-world.com befragte die 40-malige Juniorennationalspielen, die vor zwei Jahren schon einmal das Trikot des HCL trug, nach ihren Gründen und ihren Zielen für einen Wechsel in die Belle Etage des Frauenhandballs.

Neben dem Juniorteam stehen den Verantwortlichen auch die Kräfte des Kooperationspartners aus Halle-Neustadt zur Verfügung. Das Team von Jørgen Gluver, der am Saisonende nach Dänemark zurückkehrt, spielt seit Jahren in der Zweiten Bundesliga unter den besten Teams eine wichtige Rolle. Mit dem Wechsel von Maike Daniels gibt es einen weiteren Kontrakt zwischen den beiden Partnern. Die 21-jährige Rückraummittespielerin wird ab der nächsten Saison für den HCL und einem Zweitspielrecht in Halle auf dem Parkett wirbeln.

Maike, mit 21 Jahren kann man dich durchaus noch als junges Talent bezeichnen, wie siehst du selbst deine Entwicklung in den letzten Jahren?

Maike Daniels:
Um eine richtige Spitzenspielerin zu sein, fehlt mir noch eine Ecke, aber man wächst nur an seinen Aufgaben. Ich habe in den letzten Jahren in Halle sehr viel gelernt und möchte mich jetzt weiterentwickeln. Der HC Leipzig gibt mir die Chance, dies zu tun.

Trotzdem kam dein Wechsel zum HCL für einige sehr überraschend. Immerhin hattest du auch Angebote von anderen Vereinen. Dein jetziger Trainer Jorgen Gluver geht nach der Saison zurück nach Dänemark, hat das deine Wechselgedanken beeinflusst?

Maike Daniels:
Nein, in erstes Linie nicht. Ich habe Jørgen viel zu verdanken. Spielerisch sowie menschlich. Er hat mir in den letzten Jahren viel beigebracht und mich zu einer kompletteren Spielerin gemacht. Gerade meine Ausgewogenheit im Angriff und in der Deckung habe ich ihm zu verdanken. Ich weiß, dass ich mich beim HCL erst durchsetzen muss, aber ich arbeite sehr hart für meine Leistung und das zahlt sich irgendwann aus.

Wenn man mit 21 einen Vertrag bei der zurzeit erfolgreichsten deutschen Frauenhandballmannschaft bekommt, welche Wünsche bleiben dabei noch offen?

Maike Daniels:
Ein Stammplatz zum Beispiel. Ich weiß, dass gerade auf meiner Position die Konkurrenz groß ist. Aber ich möchte in Leipzig viel lernen und meine Schwächen abstellen. Gerade in kniffligen Situation, zum Beispiel wenn wir in Rückstand geraten, fehlt mir manchmal noch die nötige Ruhe, trotzdem die richtige Entscheidung zu treffen. Aber ich bin noch jung und hoffe, durch den HCL wieder einen Schritt nach Vorne zu kommen. Außerdem möchte ich mich gut präsentieren, um vielleicht in ein paar Jahren wieder das Trikot der Nationalmannschaft tragen zu können.

Danke Maike für das Interview. Wir wünschen Dir noch eine erfolgreiche Saison mit der Union Halle-Neustadt und in der nächsten Spielzeit beim HCL viel Glück.



cs