20.10.2017 10:34 Uhr - EHF-Pokal - Südwestpresse - Wolfgang Seitz

Nach erster Liganiederlage, TusSies wollen im dritten Saison-Duell mit Blomberg zurück auf die Erfolgswelle

Jasmina JankovicJasmina Jankovic
Quelle: Michael Heuberger
Das dritte Aufeinandertreffen in der noch jungen Saison. Die TuS Metzingen möchte am Samstag (18 Uhr) in Blomberg den Einzug in die dritte Runde des EHF-Pokals klarmachen. Die Vorleistungen lassen sich durchaus sehen: 26:19 gewann die TuS das Bundesligaspiel im Lipperland, am vergangenen Samstag gab es das 32:24 im Hinspiel des EHF-Cups.

"Wir haben uns nach dem Spiel sofort darauf verständigt, dass es in Blomberg wieder bei 0:0 losgeht. Ein Sieg muss her, wir werden nicht kalkulieren", hat Jasmina Jankovic erklärt. Trainer René Hamann-Boeriths bestätigte die Vorgehensweise: "Mit dem ersten Teil bin ich zufrieden, die zweite Halbzeit kommt aber noch", hat er vorgerechnet.

In der gilt es dann auch noch den Frust vom Mittwoch zu verarbeiten. Das 30:33 beim Thüringer HC hat Spuren hinterlassen. "Wir waren das ganze Spiel über hinter Thüringen, viel gefehlt hat aber nicht. Sicher hat der THC einen Vorsprung in Sachen Erfahrung und Cleverness, da müssen wir eben andere Sachen finden, um reagieren zu können. Über 60 Minuten war der Druck groß, wir haben aber die ganze Zeit gekämpft", blickt Hamann-Boeriths zurück.

Dass die Mannschaft immer an sich geglaubt hat, macht er an der Tatsache fest, dass zum Ende jeder Halbzeit der Abstand reduziert werden konnte. Dass das Zusammenspiel Abwehr - Torhüter nicht immer gepasst hat, sah der TuS-Coach als Hauptmanko im Spitzenspiel. "Wenn man in einem solchen bestehen will, müssen alle Spielerinnen bei 100 Prozent sein. Das war nicht der Fall, das muss man den TusSies aber nicht extra sagen. Sie sind selbstkritisch genug, haben schon auf der Heimfahrt Besserung gelobt", so die heimische Südwestpresse.

Daran gilt es nun zu arbeiten, und da bietet sich die Aufgabe im EHF-Pokal an. "Wir wissen, dass wir mit acht Toren führen, werden aber nicht versuchen, das zu verteidigen. Unser Ziel ist es, das Spiel zu gewinnen, um so schnell wie möglich wieder auf die Erfolgswelle zu kommen", sagt René Hamann-Boeriths. Kurzer Blick zurück: Die TusSies hatten am vergangenen Samstag 60 Minuten lang alles im Griff. Was es zu bemängeln gab: Klare Chancen wurden nicht verwertet, dem Gegner leichte Tore ermöglicht. Das war gegen Blomberg kein Problem - am Mittwoch in Bad Langensalza gegen den Thüringer HC schon.