17.10.2017 14:06 Uhr - Champions League - fcb, red

"Müssen auf uns schauen" - Drei Fragen an... Martin Albertsen

Martin AlbertsenMartin Albertsen
Quelle: Marco Wolf
Gegen den französischen Meister Metz Handball gab es für die SG BBM Bietigheim vor heimischer Kulisse eine 26:30 (12:17)-Niederlage. Metz zeigte ein starke Leistung, während den Gastgeberinnen immer wieder zu viele Fehler unterlaufen sind. Nach der Partie beantwortete Bietigheims Trainer Martin Albertsen drei Fragen...

Martin, wie hast du das Spiel gesehen?

Martin Albertsen:
Es war eine großartige Vorstellung von Metz. Wenn sie so spielen, sind sie ein Favorit auf das Final Four. Ich denke, wir haben eine gute Abwehr, aber wir haben viele Fehler im Angriff gemacht und Metz den Ball zum Gegenstoß gegeben. Die Gegenstöße von Metz waren wie ein Messer in unsere Brust. Das geht auf meine Kappe. Ich denke, meine Spielerinnen waren nicht bereit für dieses Spiel. Ich bin nicht zufrieden. Es ist unser erstes Jahr in der Champions League. Wir versuchen uns von Spiel zu Spiel zu steigern. In Buducnost hatten wir keine Chance, das war meiner Meinung nach nicht fair. Ich wollte, dass wir Metz die Chancen aus dem Rückraum wegnehmen. Das ist uns nicht geglückt. Zudem waren ihre Torhüterinnen besser, obwohl unsere nicht schlecht waren. Wir müssen nun über dieses Spiel reden. Für mich war es eine schlechte Erfahrung.

Die deutschen Mannschaften haben sich in den letzten Jahren in der Champions League oft schwergetan. Woran, glaubst du, liegt das?

Martin Albertsen:
Ich glaube nicht, dass die Champions League für deutsche Teams ein schweres Pflaster ist. Ich denke, wir müssen auf uns schauen. Wenn ich meine Spielerinnen heute sehe, und ich weiß, wie sie sonst spielen, dann liegt das nicht an der Champions League, wie wir auftreten. Wir spielen gegen Metz heute, aber ich habe das Gefühl gehabt, dass wir gegen Bietigheim gespielt haben. Aber ich habe auch gesagt, dass der Glaube an uns kommt irgendwann. Das hat heute nicht geklappt. Die Torfrau von Metz ist super, aber wie unsere Außen teilweise geworfen haben - puh.

Wie beurteilst du eure Chancen auf das Weiterkommen nach diesen beiden Auftaktniederlagen?

Martin Albertsen:
Wir sind in einer sehr ausgewogenen Gruppe. Buducnost ist jedoch mit Abstand die schlechteste Mannschaft darin. Aber man will, dass sie weiterkommen. Jetzt verlieren sie heute in Norwegen mit zehn Toren. Buducnost können wir zuhause schlagen. Metz hat hingegen deutlich besser gespielt als das, was ich auf dem Video gesehen habe. Wir können sie aber zuhause schlagen. Dazu muss ich aber meine Mannschaft in den Griff bekommen. Sonst können wir das vergessen. Kim hat ein tolles Spiel gemacht. Sie ist der Kapitän, das sieht man. Am Ende müssen wir aber dahin kommen, dass das Team als Ganzes an seine Leistungsgrenze gehen kann.