12.10.2017 08:03 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Meister Bietigheim wird Favoritenrolle gegen Neckarsulm gerecht

Selina Kalmbach erzielte drei Treffer gegen BietigheimSelina Kalmbach erzielte drei Treffer gegen Bietigheim
Quelle: Karl-Heinz Leitz
Mit einem 34:21 (19:10)-Erfolg über die Neckarsulmer Sportunion gewann der Deutsche Meister der Handball Bundesliga Frauen (HBF), die SG BBM Bietigheim, in der Neckarsulmer Ballei das schwäbische Derby. Während die SGBBM in der Liga weiterhin ohne Punktverlust bleibt, stürzt die NSU nach der Niederlage immer mehr in die Krise.

Nach der Champions League-Premiere in Buducnost waren die SGBBM-Ladies nun auch wieder in der Liga gefordert. Gleich zu Beginn brachte Kreisläuferin Luisa Schulze die Gäste vor 800 Zuschauern in Front. Dieser Vorsprung wurde bis zur neunten Minute auf 7:1 ausgebaut. In der 23. Minute war es Mia Biltoft, die für die erste 10-Tore Führung der SGBBM sorgte. Auch wenn die Neckarsulmer Damen gegen Ende der ersten Hälfte etwas stärker wurden, schraubte der Meister seine Führung durch Mille Hundahl kurz vor Schluss auf 19:10.

Der Favorit aus Bietigheim startete gut in die zweite Hälfte und war durch Karolina Kudlacz-Gloc promt erfolgreich. Auch in der zweiten Halbzeit machte Bietigheim das Spiel, während Neckarsulm darin bemüht war den Rückstand im Zaum zu halten. Wenngleich die Gastgeberinnen immer wieder Möglichkeiten zum einfachen Torerfolg nutzen konnten, spielte der Deutsche Meister die Partie in souveräner Manier zu Ende. Nach 60 Minuten stand demnach ein nie gefährdeter 34:21-Auswärtserfolg zu Buche, mit dem die SG BBM nun beschwingt in ihr erstes Champions-League-Heimspiel gegen Metz am Wochenende geht.

SGBBM-Sportdirektor Gerit Winnen zeigt sich zufrieden nach dem Erfolg: "Ich freue mich sehr über einen souveränen und auch in der Höhe verdienten Derbysieg. Nun legen wir den Fokus auf den ersten Heimauftritt in der Königsklasse am Samstag in der MHP-Arena."

Neckarsulm gestand die Niederlage klaglos ein. "Wir müssen einfach gestehen, dass wir heute wieder gegen einen übermächtigen Gegner gespielt haben", fasste Emir Hadzimuhamedovic die Leistung seiner Mannschaft zusammen. "Ich finde der Unterschied geht auch in der Höhe in Ordnung. Meine Mannschaft hat gekämpft, hat sich mehr zugetraut als zuletzt und wir hatten ein paar gute Phasen in dem Spiel. Jedes Mal, wenn wir ein bisschen weniger Mut gezeigt haben, hat es hinten geklingelt. Aber gegen diese klasse Spielerinnen tut man sich auch einfach schwer. In der zweiten Halbzeit haben wir dann alles raus gehauen, was geht."