11.10.2017 10:32 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

"Endlich geht es los" - Dortmund freut sich auf Heimpremiere gegen Bensheim

Nadja ManssonNadja Mansson
Quelle: HSG Bensheim/Auerbach Flames
Am Mittwoch feiern die Spielerinnen von Borussia Dortmund ihre Saison-Premiere vor dem heimischen Publikum in der Handball Bundesliga Frauen (HBF). Um 19:30 Uhr empfängt das Team von Trainerin Ildiko Barna in der Sporthalle Wellinghofen den Aufsteiger HSG Bensheim/Auerbach. "Wir sind froh, dass es endlich losgeht und wir die Möglichkeit haben, unserem tollen Publikum den neuen Kader zu präsentieren", freut sich die Trainerin.

Das Spiel gegen Bensheim ist das zweite von drei Spielen innerhalb von acht Tagen - für die Dortmunderinnen kein Problem: Alle Spielerinnen sind fit und kommen mit ordentlich Rückenwind aus dem letzten Wochenende. Dort gewann man nämlich im DHB-Pokal mit 35:10 in Berlin. "Das war ein guter Anfang. Die Abwehr stand und so müssen wir jetzt weitermachen", erklärt Barna.

Eigentlich muss dann nur noch der Gegner mitspielen. Aber genau da liegt der Knackpunkt, denn die "Flames" aus Bensheim reisen mit Sicherheit nicht an, um für eine erfolgreiche Heimpremiere Spalier zu stehen. "Sie haben mit Heike Ahlgrimm eine gute Trainerin und werden uns das Leben schwer machen", lobt Barna ihre Kollegin auf der anderen Seite. Da sollte man sich auch vom knappen 30:28-Erfolg von Ahlgrimms Team beim Zweitligisten aus Mainz täuschen lassen. "Ich denke, sie legen den Fokus eher auf die Liga und da können sie definitiv mithalten", weiß die Verantwortliche an der Seitenlinie des BVB. Zustimmung dürfte sie da vermutlich aus Bad Wildungen und Leverkusen erhalten. Die beiden bisherigen Gegner der HSG in dieser HBF-Saison konnten ihre Spiele zwar gewinnen, wurden jedoch richtig gefordert.

Denn nicht umsonst standen die "Flames" in der vergangenen Saison bereits mehrere Spieltage vor Schluss als souveräner Aufsteiger in die erste Liga fest. Ahlgrimm setzt punktuell auf eine offensive Deckung, die durchaus auch in Deutschlands höchster Spielklasse das Potenzial dazu hat, den Gegner aus dem Konzept zu bringen. Dem wollen die Schwarzgelben ihrerseits wieder eine starke Abwehr entgegenstellen und vor heimischer Kulisse zwei weitere HBF-Punkte einsammeln.

Die gegensätzlichen Pokalergebnisse spielen für Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm aber keine Rolle. "Der Pokal hat andere Gesetze. Ich habe mich mit dem Dortmunder Pokalspiel nicht befasst und habe nicht gesehen, wie sie oder Berlin gespielt haben. Wir können jedenfalls mehr als wir am Sonntag in Mainz gezeigt haben", so die Trainerin. Das Hauptaugenmerk der Flames liegt sowieso bei den Ligaspielen und dem Kampf um den Klassenerhalt.

Auch wenn der BVB haushoher Favorit ist und eine Galaleistung vor eigenem Publikum präsentieren will, verstecken brauchen sich die Flames auf keinen Fall, was die beiden bisherigen Saisonspiele gegen Bad Wildungen und Leverkusen gezeigt haben.

Das sieht auch Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm so: "Dortmund ist haushoher Favorit. Sie haben ganz andere Ansprüche, wie wir und wollen nächste Saison international spielen, was sie mit diesem Kader auch müssen. Dementsprechend stehen sie natürlich zu Hause unter Druck. Es ist ihr 1. Heimspiel und sie müssen gegen den Aufsteiger gewinnen. Wir können befreit aufspielen und weiter an uns arbeiten. Aber auch für Dortmund gilt, was für alle Gegner diese Saison gilt - wer gegen uns Punkte haben will, muss sich diese hart erkämpfen! Wir werden sie nicht herschenken und wollen sie ärgern. Am Ende schauen wir, was dabei herauskommt. Vielleicht geht ja was und wir können uns mal mit einem Punkt belohnen."