09.10.2017 18:24 Uhr - DHB-Pokal - PM Vereine, red

DHB:Pokal: Dynamites bieten der HSG Bensheim/Auerbach lange Paroli

Julia Maidhof (HSG Bensheim/Auerbach) und Alicia Soffel Julia Maidhof (HSG Bensheim/Auerbach) und Alicia Soffel
Quelle: Mainz 05/Budenheim
Die Flames der HSG Bensheim/Auerbach erreichten durch ein 30:28 (15:14) beim Zweitligisten FSG Mainz 05/Budenheim das Achtelfinale im DHB-Pokal. "In dem Spiel mit dem erwarteten offenen Visier war für uns einfach mehr drin", haderte Dynamites-Coach Thomas Zeitz etwas mit dem Ergebnis. Erfolgreichste Torschützinnen bei den Flames waren Julia Maidhof, die mit einem Zweitspielrecht für Mainz ausgestattet ist, mit 8/2 Toren sowie Sarah van Gulik mit 5/4 Toren. Alicia Soffel war bei den Meenzer Dynamites mit 8/3 Toren treffsicherste Spielerin.

Dass das Derby ein schweres Spiel werden würde, war im Vorfeld jedem bewusst, aber dass sich die Flames bis zum Ende so schwer tun würden, hat dann doch viele überrascht. So war für Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm am Ende das einzig Positive an dem Spiel auch nur das Erreichen der nächsten Runde im DHB-Pokal. "Das Einzige was mich heute positiv stimmt, ist dass wir im Pokal eine Runde weiter sind", so die unzufriedene Trainerin nach dem Spiel. Die Zuschauer hatten vorher über 60 Minuten ein durchaus spannendes Spiel gesehen, wo teilweise nur wenig vom Klassenunterschied beider Mannschaften zu sehen war.

Die Meenzer Dynamites erwischten einen wesentlich besseren Start ins Spiel und lagen nach acht Minuten mit 5:2 in Führung. Nachdem vorher schon Lisa Friedberger mit einem Siebenmeter scheiterte, blieb dann erneut Clara Bohneberg, Tochter von Flames-Torwarttrainer Udo Bohneberg und letzte Saison noch selbst im Flames-Trikot, Siegerin im Duell vom Siebenmeterpunkt - diesmal gegen Martha Logdanidou.

Bogna Sobiech, Anja Ernsberger und Lisa Friedberger konnten den Rückstand dann durch einen Zwischenspurt aber innerhalb von knapp zwei Minuten zum 5:5 Ausgleich umwandeln. Bis zur Halbzeit gelang es jedoch keinem der beiden Teams sich im umkämpften Spiel abzusetzen, so dass die Flames mit einem knappen 15:14 in die Halbzeitpause gingen.

Das 16:14 kurz nach der Pause war die erste Zwei-Tore-Führung für die Flames in diesem Spiel. Es gelang den Flames aber erneut nicht sich entscheidend abzusetzen. Selbst nach dem 26:22 durch Merel Freriks in der 48. Minute ließ sich der Gastgeber nicht abschütteln. Die Flames schafften es nun aber, den Gegner, nie mehr als 2 Tore herankommen zu lassen. Der Mainzer Trainer Thomas Zeitz musste daher zwei Minuten vor dem Ende beim Stande von 27:29 aus Mainzer Sicht alles riskieren und setzte eine siebte Feldspielerin ein. Den Flames gelang es den Angriff abzufangen und durch Bogna Sobiech vorentscheidend zum 30:27 in Führung zu gehen. Mainz gelang durch die starke Alicia Soffel, die ihren 8. Treffer erzielte, nur noch der 28:30 Endstand.

Heike Ahlgrimm (Flames): "Wir sind schwer ins Spiel herein gekommen und haben in der Abwehr nicht konsequent gestanden. Mit 3 einfachen Toren haben wir das Spiel wieder ausgeglichen und gehen mit einer Führung in die Halbzeit. Danach haben wir wirklich nur noch die Führung verwaltet. Diese Art und Weise hat mir nicht gefallen und kann ich nicht akzeptieren. Das ist nicht unser Anspruch, das ist nicht das, was wir können und nicht das, was wir uns vorgenommen haben. Ich freue mich, dass wir das Weiterkommen heute geschafft haben. Trotzdem müssen wir eine Schippe drauf legen in den nächsten Spielen. Mainz hat das gut gegen uns gemacht. Wir wussten auch dass das Derby schwer wird und wir tun uns immer schwer in Mainz. Es muss da trotzdem mehr passieren. Das habe ich meinen Mädels auch gerade gesagt, dass ich mit der Leistung hier nicht einverstanden bin."

Thomas Zeitz (Meenzer Dynamites): "Glückwunsch an Bensheim. Wenn man nur das Ergebnis sieht könnte man sagen wir haben mitgehalten, wir haben gut gespielt. Ich bin sicher nicht so unzufrieden, wie Heike, aber auch weit weg davon zufrieden zu sein. Wir haben ordentlich angefangen, haben vorher angesprochen, dass wir aggressiv verteidigen wollen. Aber das haben wir in der 1. Halbzeit schon nicht hingekriegt. Wir wussten, dass Bensheim über den Kreis kommt, aber wir haben den Kreis von Bensheim nicht in Griff bekommen. Es ist schon so, dass manche in der Mannschaft einen großen Anspruch haben, dann müssen sie ihn aber auch zeigen. Wir haben auch gesehen, wo wir noch arbeiten müssen. In dem Spiel war für uns heute einfach mehr drin!"